Zusatzqualifikation für den Unterricht an Berufsmaturitätsschulen

Allgemeines

Studierende, die in Bildungsgängen mit Berufsmaturitätprüfung oder an einer kauf- männischen Berufsfachschule unterrichten möchten, können die dafür notwendige «Berufspädagogische Zusatzqualifikation» im Rahmen des Wahlpflichtbereichs im Studiengang «Lehrdiplom für Maturitätsschulen» an der UZH erwerben. Im Studiengang für das Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht» ist die Zusatzqualifikation in den Pflichtbereich integriert.

Elemente der «Berufspädagogischen Zusatzqualifikation»:

  • Nachweis über eine betriebliche Erfahrung (ausserschulische Tätigkeit) im Umfang von mindestens sechs Monaten Vollzeitbeschäftigung sowie
  • erfolgreiches Absolvieren der unten aufgeführten Module im Umfang von 300 Lern- stunden (10 ECTS).

Betriebliche Tätigkeit

Die sechsmonatige betriebliche Tätigkeit ist in der Studienordnung in den §§ 65-69 geregelt. Grundsätzlich gilt:

  • Für die berufspädagogische Zusatzqualifikation für den Unterricht an Berufsmaturitätsschulen umfasst die ausserschulische Tätigkeit sechs Monate bei einem Beschäftigungsgrad von 100 % gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. c BBV. Die sechs Monate können mehrere Arbeitsverhältnisse umfassen und aus Voll- und Teilzeitanstellungen zusammengesetzt sein. Die Anstellungen müssen insgesamt mindestens 900 Stunden (netto, ohne Ferien) umfassen.
  • Im Zusammenhang mit dem Erwerb der berufspädagogischen Zusatzqualifikation werden ausschliesslich betriebliche Tätigkeiten anerkannt.
    Nicht anerkannt werden:

a. Tätigkeiten wie beispielsweise Unterricht und/oder Betreuungstätigkeiten in pädagogischen Institutionen sowie weitere Erziehungserfahrungen (z. B. Pfadfinder, die Führung einer Vormundschaft oder pädagogische Tätigkeiten im Rahmen des Zivildienstes),
b. Familienarbeit sowie
c. der Besuch von Schulen und Kursen.

Der Nachweis über die betriebliche Tätigkeit erfolgt idealerweise vor dem Besuch der unten aufgeführten Module – spätestens aber bei Anmeldung zur Diplomprüfung über das im Anmeldeformular integrierte Dokument – bei der Administration der Abteilung LLBM.

Module zur «Berufspädagogik»

Es müssen folgende vier Module absolviert werden (die Reihenfolge ist frei). Die Veranstaltungen finden jeweils am Mittwochmorgen und ab Frühjahrssemester 2018 auch am Donnerstagmorgen statt. Im Frühjahrssemester werden eine Einführung in die Berufspädagogik und in den Lehr- und Lernort Berufsfachschule (ab Frühjahrssemester 2018) angeboten. Im Herbstsemester folgt die Einführung in den Lehr- und Lernort Berufsfachschule. Diese Veranstaltungen greifen das Thema der Förderung und Unterstützung der Lernenden auf, es werden zudem die Sprach- und Sachfächer der Berufsmaturität und deren Lehr- und Lerninhalte thematisiert.

Frühjahrssemester: Wahlpflichtbereich Erziehungswissenschaft
«Einführung in die Berufspädagogik I»
«Einführung in die Berufspädagogk II»
2 ECTS
 
2 ECTS
Mi 08:15-09:45
 
Mi 10:15-12:00
Prof. Dr. Philipp Gonon
 
Dr. Markus Maurer, Stefanie Dernbach
Zusätzlich ab Frühjahrssemester 2018: Wahlpflichtbereich Fachdidaktik
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 1
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 2
3 ECTS
 
3 ECTS
Do 8:00-09:45
 
Do 10:15-12:00
Anne Berger
 
Mascha Jakob
Herbstsemester: Wahlpflichtbereich Fachdidaktik
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 1
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 2
3 ECTS
 
3 ECTS
Mi 10:15-12:00
 
Mi 08:00-09:45
Anne Berger
 
Mascha Jakob
Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht»
Pflichtmodule im Frühjahrssemester
«Einführung in die Berufspädagogik I»
«Einführung in die Berufspädagogk II»
2 ECTS
 
2 ECTS
Mi 08:15-09:45
 
Mi 10:15-12:00
Prof. Dr. Philipp Gonon
 
Dr. Markus Maurer, Stefanie Dernbach
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 1: Fachdidaktik IV - Unterricht an Kaufmännischen Berufsfachschulen 3 ECTS
 
 
Fr 10:15-12:00
 

Dr. Nicole Tan-Hess,
Patrick Hunn
 
 

Pflichtmodul im Herbstsemester
Lehr- und Lernort Berufsfachschule Teil 2 3 ECTS Mi 08:00-09:45 Mascha Jakob

Bitte beachten: Die Zeiten können variieren, verbindlich sind die Angaben im Vorlesungsverzeichnis.

Abschluss

Wer die Berufspädagogische Zusatzqualifikation (BPZQ) erwerben möchte und die oben aufgeführten Voraussetzungen erfüllt, vermerkt dies bei der Anmeldung zur Diplomprüfung «Lehrdiplom für Maturitätsschulen». Studierende mit Unterrichtsfach «Wirtschaft und Recht» sind automatisch für die BPZQ angemeldet.

Die vom SBFI anerkannte Bescheinigung über die berufspädagogische Qualifikation berechtigt zum Unterrichten in den entsprechenden Berufsmaturitätsfächern.
 

Hinweis für ETH-Lehrdiplomstudierende

Wer das Lehrdiplomstudium an der ETH absolviert, kann parallel dazu die Berufspädagogische Zusatzqualifikation an der UZH erwerben: Die Module werden an der ETH angerechnet, das Abschlussdokument wird an der UZH ausgestellt.

Bitte beachten Sie dazu die im Anmeldeformular für ETH-Absolventinnen und -Absolventen festgehaltenen Punkte.

Späterer Erwerb der Berufspädagogischen Zusatzqualifikation

Wer die Berufspädagogische Zusatzqualifikation erst nach dem Lehrdiplom für Maturitätsschulen erwerben möchte, kann – jeweils im Herbstsemester – an der Pädagogischen Hochschule Zürich den Studiengang Berufspädagogische Nachqualifikation absolvieren.