Forschungsstelle „Bildung im Arbeitsleben“

Das heutige Verständnis von Bildung im Arbeitsleben ist Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, also in Zeiten einer guten Beschäftigungslage, sogenannter Normalarbeitsverhältnisse und einer betriebszentrierten Berufstätigkeit. Alle drei Momente sind gegenwärtig nicht mehr in derselben Weise gegeben. Die Arbeitswelt ist vielmehr zunehmend durch doppelte Berufstätigkeit und Teilzeitarbeit, Stellenwechsel und atypische Formen der Beschäftigung charakterisiert.

Die Forschungsstelle erschliesst dieses Themenfeld empirisch und leistet zugleich einen Beitrag zur Diskussion um die zukünftige erwerbsbezogene Bedeutung von Aus- und Weiterbildung. Insbesondere stellt sich die Frage, wie heute – unter der Bedingung veränderter Formen von Arbeit – auf der einen Seite private, gemeinnützige und öffentliche Arbeitgeber sowie die Weiterbildungsträger ihr Qualifizierungsangebot und auf der anderen Seite Erwerbstätige ihre Bildungsbemühungen ausrichten. Dieser Fragekomplex wird vor dem Hintergrund theoretischer und historischer Überlegungen in Form einzelner Forschungsprojekte beantwortet.