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Cover Staatlichkeit

Verwalten und regieren verändern sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Teil grundlegend. Damit verbunden sind sowohl neue Erwartungen gegenüber dem Staat als auch die Transformation staatlicher Aufgaben. Während das politische Mehrebenensystem zunächst noch stabil ist, äussert sich eine gesellschaftliche und kulturelle Reformbereitschaft, die gerade das Verwaltungshandeln nachhaltig prägt.

Der Sammelband «Staatlichkeit im Wandel», herausgegeben von Lucien Criblez, Christina Rothen, Thomas Ruoss handelt von der strukturbildenden Wirkung von Subventionen, von der «Verbetriebswirtschaftlichung» semistaatlicher Aufgabenbereiche sowie von der Wissenschaftspolitik und den Auswirkungen wissenschaftlicher Expertise auf Verwaltung und Politik. Die Beiträge beleuchten darüber hinaus Transformationen in der Bildungspolitik sowie in der Jugend-, der Wirtschafts-, der Migrations- und in der Gesundheitspolitik.

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Cover LLB

Die Lehrerinnen- und Lehrerbildung hat sich durch die vollständige Integration in den Hochschulbereich seit den 1990er-Jahren grundlegend verändert. An sieben Fallbeispielen – Aargau, Bern, Freiburg, Genf, St. Gallen, Zug und Zürich – und auf der interkantonalen Ebene rekonstruiert der von Lucien Criblez, Lukas Lehmann und Christina Huber herausgegebene Band die Lehrerbildungspolitik für diesen Zeitraum.

Im Zentrum der Analysen stehen die interkantonale und die jeweilige kantonale Lehrerbildungspolitik sowie die wesentlichen Veränderungen der Lehrerbildungsinstitutionen. Die Beiträge thematisieren die Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung aus einer Makro- und Mesoperspektive. Die Resultate weisen deutlich auf gemeinsame Entwicklungstendenzen hin: Dank der Normen und Prozesse einer gesamtschweizerischen Diplomanerkennung ist eine überkantonale Politik der Lehrerinnen- und Lehrerbildung entstanden. Die vormals sehr zersplitterte Lehrerinnen- und Lehrerbildung ist heute einheitlicher organisiert als vor der Reform. Anderseits weisen die Analysen auch auf eine grosse Varianz und viele regionale Besonderheiten der pädagogischen Hochschulen hin – dies sowohl hinsichtlich der meist nach wie vor kantonalen Reformprozesse als auch hinsichtlich des Ergebnisses der Reform. Und dennoch ist die neue Lehrerinnen- und Lehrerbildung nicht mehr einfach auf die je kantonalen Schulstrukturen und Lehrpläne ausgerichtet. Zwar orientieren sich die pädagogischen Hochschulen immer noch stark am Schulfeld, sind aber neu auch Teil einer an Wissenschaft und Forschung ausgerichteten Hochschullandschaft. Sie haben sich auf diese neuen Herausforderungen einstellen müssen.

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Weitere Publikationen des Lehrstuhls HBS

  • „Schulsparkassen gehören seit den 1870er-Jahren zu einem international verbreiteten Repertoire der Erziehung zur individuellen Sparsamkeit und Vorsorge. Auf der Grundlage der international rezipierten Programmliteratur des Schulsparens sowie der lokalen Entwicklung des Schulsparens am Beispiel der Stadt Zürich wirft der Artikel ein Licht auf die Geschichte wirtschaftlicher Erziehung seit dem 19. Jahrhundert. Die gegenwärtige Debatte um [...]

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  • Unter dem Titel Schule und Reform. Veränderungsabsichten, Wandel und Folgeprobleme haben Flavian Imlig, Lukas Lehmann und Karin Manz zur Feier von Prof. Dr. Lucien Criblez‘ 60. Geburtstag einen wissenschaftlichen Aufsatzband publiziert. Dieser „verbindet theoretische und empirische Reflexionenüber die Beschaffenheit von Schul- und Bildungsreformen und versucht, grundlegende, überdauernde, institutionelle und prozedurale Merkmale von und erklärende Faktoren [...]

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  • Flury, Carmen (2017) Von Zahlen erzählen : Prozesse der Wissenstransformation am Beispiel der Studierendenstatistik in den Jahresberichten der Universität Zürich 1833 – 1933. Zürich: Institut für Erziehungswissenschaft. Zürich, Schriftenreihe Historische Bildungsforschung und Bildungspolitikanalyse, Nr. 6. Volltext in ZORA Im Rahmen dieser Studie werden im Sinne einer Metareflexion die in der Studierendenstatistik vorgenommenen Kategorisierungen aus diachroner [...]

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  • Unter dem Titel „Savings banks children and youth policy in the 20th century: context, opportunities and limitations“ referierte Thomas Ruoss anlässlich einer Einladung des WSBI (World Savings and Retail Banking Institute), der ESBG (European Savings and Retail Banking Group) sowie des spanischen Sparkassenverbandes CECA am 5. Oktober 2017 in Madrid. Die Gastgeber luden zu einem [...]

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  • Sala, Sabrina (2016) „(Self-)Empowerment der Italianità“: 70 Jahre Anerkennungsbemühungen an der Bündner Kantonsschule. Erörterung dreier Emanzipationsphasen an der Bündner Kantonsschule im kantonalen Empowermentprozess der Italianità Zürich, Schriftenreihe Historische Bildungsforschung und Bildungspolitikanalyse, Nr. 5. Volltext in ZORA Diese Arbeit erörtert emanzipatorische (Selbst-)Bestärkungsbemühungen einer kantonalen, sprachlich-kulturellen Minderheit (Italianità) im institutionellen Rahmen der Bündner Kantonsschule und bettet diese [...]

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  • In diesem im Vorgang der neusten Abstimmung zur Fremdspracheninitiative im Kanton Zürich in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen Artikel gehen Anja Giudici und Sandra Grizelj auf die unterschiedlichen Rationalitäten und Zwänge bezüglich Sprachenlernen aus historisch-vergleichender Perspektive ein. Zum ganzen Artikel in der NZZ online.

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  • Der von Anja Giudici und Sandra Grizelj verfasste Artikel untersucht die Beziehung zwischen nationalen Identitäten und Curricula am Fall des Fremdsprachenunterrichts in der Schweiz. Abstract: By the end of the nineteenth century, the relationship between the state, language and schooling had become extremely close: a state was supposed to be «national», and a real nation was [...]

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