Definition und Modell

Wirtschaftsbürgerliche Kompetenz wird als Fähigkeit definiert, private, betriebswirtschaftliche und wirtschaftspolitisch-gesamtwirtschaftliche Problemstellungen zu verstehen, vorgeschlagene Lösungen zu beurteilen und für weniger komplexe Probleme selbst Lösungen zu entwickeln. Im Hinblick auf die Modellierung gehen wir davon aus, dass grundsätzlich zwischen einer domänenverbundenen und einer domänenspezifischen wirtschaftsbürgerlichen Kompetenz unterschieden werden kann. Das Modell ist zugleich Teil eines umfassenderen Kompetenzmodells für den kaufmännischen Bereich. Im Gegensatz zur kaufmännischen Kompetenz ist die wirtschaftsbürgerliche Kompetenz jedoch nicht auf bestimmte Berufe ausgerichtet und nicht handlungs- sondern nur verstehensbasiert. Darüber hinaus sind bei der Lösung von wirtschaftsbürgerlichen Problemstellungen allgemeine sprachliche, mathematische und technische Fähigkeiten erforderlich.