Ergebnisse - Kurzzusammenfassung

Mit der Implementation des "Anwendungs- und problemorientierten Unterrichts (APU)" war die Absicht verbunden, kognitive und nichtkognitive Bildungsziele im Gymnasium gleichermassen zu fördern. Die Analysen der im Rahmen eines quasiexperimentellen Designs mit vier Messzeitpunkten erhobenen Daten machen deutlich, dass eine Implementationsdauer von zumindest 12 Monaten nötig ist, bevor sich Effekte nachweisen lassen. Innerhalb der ersten 12 Monate zeigen sich dagegen entweder keine Unterschiede oder in Teilen sogar Vorteile auf Seiten der Kontrollgruppe. Die Umsetzung des APU-Modells hat in den Experimentalklassen zu einer Ausweitung von so genannten schülerorientierten Lernformen (z.B. kooperatives Lernen) geführt. Wir nehmen an, dass diese Veränderung der Unterrichtskultur in der ersten Phase der Implementation sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Lernenden ungewohnt war. Mit zunehmender Internalisierung der veränderten Lehr-/Lernkultur führte die Anwendung des APU-Modells zu den ersten intendierten Wirkungen. Gleichwohl kann von einer durchgängigen Bestätigung der Veränderungshypothese nicht gesprochen werden.

Results - Summary

The implementation of the problem-oriented learning environment APU in seven Swiss high schools was aimed at fostering students’ cognitive and non-cognitive competencies in the subjects ”Economics & Law“ and “Geography“. The study took place between August 2006 and February 2008 with a total of 450 students. Data were collected at four different measurements within a quasi-experimental design. The analyses show that the implementation requires at least 12 months before effects could be identified. Within the first school year, no differences or even significantly different effects were observed for students in the control group. We assume that the implementation of the problem-oriented setting was unfamiliar for students and teachers in the first phase. As they became more familiar with the modified type of teaching and learning, some of the intended effects were observed. Nevertheless, there is no empirical evidence for confirming the hypotheses for all objectives.