Mathis Kückens

Mathis Kückens

Assistent

Tel.: +41 44 634 61 52

Anschrift: Kantonsschulstrasse 3, 8001 Zürich

Raumbezeichnung: KAB F 10

Präsenzzeiten: Montag bis Freitag

mathis.kueckens@ife.uzh.ch

Webseite

Curriculum Vitae

Seit Oktober 2014 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Didaktik der Naturwissenschaften und der Nachhaltigkeit an der Universität Zürich

2012-2014 Studium des B.A. Lehren und Lernen an der Leuphana Universität Lüneburg mit den Unterrichtsfächern Mathematik und Sachunterricht (Bezugsfach: Biologie)

Abschluss: Bachelor of Arts


2010-2011 Tätigkeit als Web- und Software-Entwickler bei der Firma Büro für interaktive Medienproduktion in Hamburg

2010 Praktikum als Software-Entwickler bei der subshell GmbH in Hamburg

2007-2009 Tätigkeit als Web- und Software-Entwickler bei der Firma finetunes GmbH in Hamburg

1999-2007Studium der Informatik an der Technischen Unviersität Berlin

Studienschwerpunkte: Datenbanken- und Informationssysteme, Software-Technik, Theoretische Informatik

Abschluss: Diplom-Informatiker


Forschungsinteressen

  • Kognitionswissenschaftliche Zugänge in der didaktischen Forschung
  • Bewerten, Urteilen und Entscheiden Lernen als Bildungsaufgabe im Anthropozän
  • Didaktische Rekonstruktion in Forschung und Praxis
  • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
  • Vorstellungen von Naturphänomenen
  • Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur
  • Das Natur- und Kulturphänomen Boden im Unterricht


Dissertationsprojekt

Bewerten lernen im Anthropozän

Verantwortungsbewusstes Urteilen und Entscheiden ist ein zentrales Bildungsanliegen allgemeinbildender Schulen. Die Herausforderungen des Globalen Wandels geben einen weitgefassten Werterahmen vor, in dem Menschen sich mit den Fragen menschlichen Verhaltens und Handelns für ein nachhaltiges Anthropozän auseinandersetzen können. Der Name Anthropozän bezeichnet dabei unsere derzeitige irdische Epoche, in der die Menschheit zum wichtigsten Einflussfaktor auf die biogeochemischen Prozesse der Erde geworden ist.
Die existierende naturwissenschaftsdidaktische Forschung befasst sich derzeit überwiegend mit einem rationalistischen Ansatz zur Modellierung bzw. Förderung von Bewertungskompetenz im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung. Diese Herangehensweise wird in der kognitionswissenschaftlichen Forschung als „Rational Actor Model“ bezeichnet. Demnach treffen Menschen ihre Bewertungen und Entscheidungen vorwiegend bewusst und begründet. Neuere Ansätze der Kognitionsforschung weisen jedoch darauf hin, dass diese Reflektiertheit häufig nicht erreicht wird und viele Bewertungen eher auf impliziten Denkrahmen und -schemata (Deep Frames, kognitive Metaphern, Prototypen, Heuristiken, etc.) beruhen. Zwei-Prozess-Modelle der Entscheidungspsychologie heben den Stellenwert von Intuition bzw. Emotion bei evaluativen Denkvorgängen des Menschen hervor.
Bildungsvorhaben, die darauf abzielen, Entscheidungsprozesse nicht nur in Labor- sondern auch in Realsituationen zu verändern, sollten in der Folge stärker darauf zielen, wie das Zusammenwirken von bewussten analytischen und unbewussten intuitiven kognitiven Prozessen reflektiert und konstruktiv genutzt werden kann.
Das Dissertationsprojekt verfolgt das Ziel, die Forschung um Perspektiven eines solchen Umgangs mit unbewussten Bewertungsprozessen zu erweitern und Lernenden über den Zugang zu ihren Frames, Heuristiken, etc. reflektiertere Bewertungs- und damit Entscheidungsprozesse in Schule und Alltag zu ermöglichen.

Publikationen

 

Kückens, Mathis (2017). Eine Reanalyse von Bewertungsprozessen mit dem erfahrungsbasierten Verstehen. In Christian Maurer (Hrsg.), Implementation fachdidaktischer Innovation im Spiegel von Forschung und Praxis. Jahrestagung der GDCP 2016 in Zürich (134–137). Universität Regensburg.

Kückens, Mathis (2017). Das Thema Boden aus der Sicht von Kindern. Eine explorative Untersuchung mit Kindern der Primarstufe, In Pascal Favre & Christian Mathis (Hrsg.), Naturphänomene verstehen. Zugänge zu unterschiedlichen Perspektiven in der Vorschul- und Primarstufe. Baltmannsweiler: Schneider, S. 177-186.