perLen – Personalisierte Lernkonzepte in heterogenen Lerngruppen

Dauer: 2011 bis 2015

Das von der Mercator-Stiftung geförderte Projekt hat zum Ziel, Unterrichtsformen, Lernarrangements, Prozessqualität und Wirkungen des personalisierten, kooperativen Lernens in heterogenen Lerngruppen in einem längsschnittlich angelegten Forschungsdesign theoriegeleitet und gleichzeitig praxisbezogen (unter Einbezug der beteiligten Schulen mit ihren je eigenen Profilen) zu dokumentieren.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich (u.a. Heterogenität, Integrationsmodelle usw.) und steigender Anforderungen der Lebens- und Berufswelt hinsichtlich Kompetenzen des selbstständigen und kooperativen Lernens werden von der Schule in weit grösserem Umfang als bisher individualisierende Formen des Lehrens und Lernens und der adaptiven Lernunterstützung und Förderung gefordert. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung altersdurchmischter, kooperativer und klassenübergreifender Lernarrangements erkannt.

In den vergangenen Jahren sind aus der Praxis heraus zahlreiche innovative Schul- und Unterrichtskonzepte entstanden. U.a. wurden die Jahrgangsklassen aufgebrochen, der Unterricht wurde in organisatorischer, inhaltlicher und personeller Hinsicht differenziert, den Lernenden wurde mehr Verantwortung für ihr schulisches Lernen übertragen und die Lehrpersonen wurden in multiprofessionelle Teams eingebunden. Diese veränderte Praxis und ihre Wirkungen im Hinblick auf nachhaltiges Lernen, aber auch die damit verbundenen neuen Rollen und Herausforderungen für alle Beteiligten werden im perLen-Projekt untersucht.

Anhand einer Stichprobe von ca. 50 Schulen und eines Forschungsdesigns, das einen Längsschnitt über drei Schuljahre mit querschnittlichen Analysen und Fallstudien verbindet, werden u.a. folgende Forschungsfragen bearbeitet:

  1. Lehr-Lernkultur: Wie präsentieren sich die didaktischen Konzepte, die Unterrichtspraxis und die Lernbegleitung sowie die Lernaktivitäten der Schüler und Schülerinnen in Schulen mit personalisierten Lernkonzepten?
  2. Entwicklung der schulischen Lehr-Lernkonzepte: Wie entwickeln sich Unterrichtspraxis, Lernaktivitäten und Lernbegleitung im Projektzeitraum (drei Jahre) weiter?
  3. Rolle, Berufsauftrag und Anforderungen an die Lehrkräfte: Welche Konsequenzen hat die Orientierung an personalisierten Lernkonzepten für die Rolle der Lehrkräfte, ihr Berufs- und Selbstverständnis sowie die Zusammenarbeit im Kollegium und mit den Eltern?
  4. Unterrichtswirkungen: Wie entwickeln sich die fachlichen und insbesondere auch die überfachlichen (personalen, methodischen, sozialen) Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Verlauf von drei Jahren?

Für Studierende besteht die Möglichkeit, im Rahmen dieses Projektes Qualifikationsarbeiten zu schreiben.

Vertiefungsprojekt „perLen-Aufgabenkultur“: BA-/ MA- Arbeit, Qualifikationsarbeit ohne Veranstaltung, Praktikum Intern (PDF, 68 KB)

Weitere Informationen zum perLen-Projekt finden sich unter http://www.perlen.uzh.ch

Zürich, 07.08.2012