Forschungsprojekte und Qualifikationsarbeiten am Lehrstuhl "Sozialpädagogik"

Laufende Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Sozialpädagogik

Mitarbeit im Internationalen Forschungsverbund „Children´s Understandings of Well-being“. Wissenschaftliche Koordination des Forschungsverbundes: Dr. Tobia Fattore (Sydney), Prof. Dr. Susann Fegter (Berlin), Prof. Dr. Christine Hunner-Kreisel (Vechta)

http://www.cuwb.org/

Well-being gilt als Schlüsselbegriff in der internationalen Diskussion um Wohlfahrt, Wohlstand und Wohlergehen im Kontext globaler Entwicklungen von Ökonomie und Gesellschaft.  Diskutiert werden verschiedene Konzepte von Wohlergehen, die neben ökonomischen Faktoren auch Faktoren wie z.B. Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und subjektive Lebensqualität berücksichtigen.  Die Child Well-being Forschung blickt im Besonderen auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und bezieht  sich  theoretisch u.a.  auf  bildungs- und gerechtigkeitstheoretische Ansätze. Ein Desiderat sind international-vergleichende qualitative Studien, die danach fragen, was Kinder selbst unter Wohlergehen verstehen und wie dies mit  sozialen  und  kulturellen  Kontexten  in  Zusammenhang  steht. Diesen Ansatz verfolgt die „Multinational Qualitative Study of Children´s Understandings of Well-being – Global and Local Contexts“ (CUWB). Sie ist als Forschungsverbund mit 25 Ländern  weltweit  angelegt, in denen qualitative Teil-Studien durchgeführt und methodologische Fragen gemeinsam erörtert werden.

Qualifikationsarbeiten am Lehrstuhl für Sozialpädagogik

Veronika Magyar: Grenzverhältnisse: Spiel-Räume der Bildung von Grenzen in pädagogischen Kontexten (Dissertation abgeschlossen)

Marion Pomey: Krise und Soziale Arbeit - Entscheidungsprozesse bei Fremdunterbringung von (Klein)Kindern (Dissertation abgeschlossen)

Martin Erismann: Strafentlassene als Klientel der Sozialpädagogik/Sozialarbeit: Adressaten/-innen-Typologien und Bewährungsverläufe (Dissertationsprojekt)

https://www.team72.ch/resoz-ch/

Selina Gnädinger: Geschlechterdarstellung von Kindern (MA-Arbeit)

In dieser Masterarbeit wird der Frage nachgegangen, ob und wie Kinder im Kindergarten während des Freispiels ihr Geschlecht darstellen. Hierzu wird eine Beobachtung durchgeführt. Dabei liegt der Fokus auf geschlechtstypischen oder -untypischen Verhaltensweisen und Handlungen der Kinder sowie auf Aussagen, welche für die formulierte Forschungsfrage wichtig sein könnten.

Jeaninne Hess: Die Kinderlosen der Kriegs- und Nachkriegsbabyboomer-Generation (1943-1950)
Bewältigung von Kinderlosigkeit im Alter (Dissertationsvorhaben)

Das qualitativ angelegte Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wie gewollt und ungewollt kinderlose Frauen und Männer der Jahrgänge 1943-1950 ihre Kinderlosigkeit bewältigen bzw. bewältigt haben und wie sie im Alter damit umgehen. Im Zentrum stehen Biografien Kinderloser in der nachberuflichen Lebensphase, deren Kinderlosigkeit endgültig ist, unter Umständen aber Brisanz erlangt und der Verarbeitung bedarf, da Gleichaltrige mit Kindern Grosseltern sind oder noch werden können.

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Anna-Lea Imbach: «Promiske Frauen» im Zürich der Nachkriegszeit. Eine poststrukturalistisch-feministische Perspektive auf das Thema Sexualität in Kontakten zwischen Frauen und der Vormundschaftsbehörde (MA-Arbeit)

Clarissa Schär: Subjektbildungen Jugendlicher. Eine sozialpädagogische Analyse fotografischer Selbstgestaltungsarbeit in digitalen sozialen Netzwerken (Dissertationsprojekt)

Im Dissertationsprojekt befasst sich Clarissa Schär mit fotografischen Selbstdarstellungen Jugendlicher aus einer körperleib-, subjekt(ivierungs)- und kulturtheoretischen Perspektive. Insofern, als dass körperleibliche Erfahrungen von Ein- und Ausschluss, von Anerkennung und Diffamierung, von Akzeptanz und Ablehnung die (Re)Präsentation und (Re)Produktion von Körperbildern durch Jugendliche prägen und entsprechende (pädagogische) Problemdiskurse die Jugendlichen in ihrer Körperlichkeit thematisieren, verhandeln, kritisieren oder disziplinieren, zielt das Projekt darauf ab, einseitig geführten öffentlichen Debatten fundiertes Wissen entgegenzustellen, Sozialarbeitenden in der Kinder- und Jugendarbeit Reflexionswissen zum sensibilisierten Umgang mit jugendlichen Online-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen und zur Erweiterung sozialpädagogischer Theoriebildung beizutragen.

Franziska Schlattmeier: Wohlbefinden in der Kita aus Kinderperspektive (Dissertationsprojekt)

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als ein Handlungsfeld in der Frühpädagogik aus professionstheoretischer Perspektive (MA-Arbeit)

Die (Zusammen-)Arbeit mit Eltern gilt in der Frühpädagogik als ein wichtiger Teil des pädagogischen Handelns. Es ist in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren ein Wechsel von Elternarbeit hin zu Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu verzeichnen, der sich nicht nur begrifflich, sondern auch inhaltlich festmachen lässt. Die Arbeit nähert sich der Frage, wie die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Feld der Kindertagesstätte in der Schweiz dargestellt, inhaltlich gefüllt und verhandelt wird. Hierzu wird zum einen ein Dokument analysiert, welches als Orientierung für das pädagogische Handeln der Fachkräfte in Kitas zur Auswahl steht, zum anderen wird ein Expertinneninterview einer Kitaleitung als `Stimme aus der Praxis` ergänzend und kontrastierend dazu näher beleuchtet. Auf Grundlage des wissenschaftlichen Diskurses über Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, professionstheoretischen Überlegungen und weiteren theoretischen Konzepten diskutiert die Arbeit die Analyseergebnisse vor allem in Hinblick darauf, wie und wozu die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Praxis umgesetzt werden soll.

Karin Stadelmann: Begleitung am Lebensende - Professionalisierungschance für die Soziale Arbeit im Feld von Sterben und Tod (Dissertationsprojekt)

Das qualitativ angelegte Vorhaben geht - unter Berücksichtigung der aktuellen Lage in der Schweiz zu Hospiz und Palliative Care – der Frage nach, welche Vorstellungen Fachkräfte der Sozialen Arbeit von sich selbst im Feld der Hospiz und Palliative Care haben und was sich aus diesen «Selbstbeschreibungen» für deren Positionierung im Handlungsfeld erkennen lässt. Diese Frage ist nicht zuletzt deshalb so bedeutungsvoll, weil sich die Soziale Arbeit immer wieder, und im Besonderen im Feld der Hospiz und Palliative Care, mit ihrer professionellen Legitimation konfrontiert sieht. 

Abstract (PDF, 72 KB)

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Markus Steffen: Andersorte. Zur Geschichte der Anstalts- und Heimversorgung von Menschen mit einer "geistigen Behinderung" in der deutschsprachigen Schweiz, 1920–1985 (Dissertationsprojekt)

Annina Tischhauser: Soziale Arbeit im Horizont von Gleichheit und Differenz: Theoretische und methodische Verortungen (Dissertationsprojekt)
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