Evi Graf

Evi Graf, Prof. Dr.

Titularprofessorin (2001-2017)

evi.graf@uzh.ch

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Profil

Meine besonderen Interessen gelten der Verknüpfung von Sonderpädagogik und Neuropsychologie sowie der Sozialpolitik.

Neuropsychologische Kenntnisse sind hilfreich für das Verständnis von Lese-Rechtschreib-Schwäche, aber auch von komplexen und gar schweren Mehrfachbehinderungen. Individuelle Förderung wird dadurch planbarer. Im Erwachsenenalter sehen sich insbesondere Personen mit Hirnschädigungen neuen Herausforderungen gegenüber. Diese sind einerseits neuropsychologischer, andererseits psychischer Natur. Wie bei Kindern und Jugendlichen sind auch das soziale Umfeld und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entscheidend (Integration, finanzielle Unterstützung, Gesetzgebung). Die Sozialpolitik steht momentan vor grossen Herausforderungen und ist ein weiterer Aspekt, der in der Sonderpädagogik eine wichtige Rolle spielt.

 

Ausbildung:
Diplom in Heilpädagogik, Universität Freiburg i. Ue.
Lizentiat in Psychologie (mit Pädagogik und Philosophie), Universität Basel Lizentiat und Doktorat in Sonderpädagogik, Universität Zürich
Studienaufenthalt am Department of Psychology, University of York, UK (Nationalfonds-Stipendium)
Habilitation in Sonderpädagogik, Universität Zürich,
1994 Erhalt der venia legendi, seit 2001 Titularprofessorin.

 

Berufliche Tätigkeiten:
Leiterin einer Tagesschule für Mehrfachbehinderte
Eigene Praxis für psychologische Abklärungen und pädagogisch-therapeutische Massnahmen
Heimpsychologin in einem Justizheim
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Zürich (Nationalfonds-Projekt)
Geschäftsführerin der Vereinigung Cerebral Schweiz
Div. Lehraufträge, Referate und Kurse im In- und Ausland.

Publikationen:
(Auswahl, nur Bücher und Broschüren; Beiträge in Zeitschriften nicht aufgeführt)

  • GRAF, Evi (2006): Vivre avec une infirmité motrice cérébrale. Soleure: Association Cerebral Suisse.
  • GRAF, Evi (Hrsg.) (2005) Cerebrale Bewegungsstörungen: Therapie und Förderung. Solothurn: Vereinigung Cerebral Schweiz.
  • GRAF, Evi (2005): Leben mit cerebralen Bewegungsstörungen. Solothurn: Vereinigung Cerebral Schweiz.
  • GRAF, Evi (2005): Körperbehindertenpädagogik als Mehrfachbehindertenpädagogik. In: Dohrenbusch, H., Godenzi, L & Boveland, B. (Hrsg.): Differentielle Heilpädagogik. 97-130. Luzern:SZH. I
  • GRAF, Evi und HÄUSERMANN, Stefan (Hrsg.) (2002, zweite, veränderte Auflage): Bewegung, Spiel und Sport bei schwerst- und mehrfachbehinderten Menschen. Volketswil: Plusport/ Behindertensport Schweiz.
  • GRAF, Evi (2001): Schulische Integration von Kindern mit Behinderung. Schuber mit Leitfaden für Eltern und Interessierte sowie Illustrationsteil „Nic lernt fliegen“, mit Illustrationen von Rolf Imbach. Solothurn: SVCG.
  • GRAF, Evi (Ed.) (2001): Traitement lors de troubles moteur cérébral. Soleure: ASIMC. Seconde édition, partiellement modifiée.
  • GRAF, Evi & HÄUSERMANN, Stefan (2000): Mouvement, jeux et sport pour personnes gravement handicapées et polyhandicapées. Volketswil: Plusport.
  • GRAF, Evi (Hrsg): (2000): Behandlungsmöglichkeiten bei cerebralen Bewegungsstörungen. Solothurn: SVCG. Dritte, teilweise veränderte Auflage.
  • GRAF, Evi & HÄUSERMANN, Stefan (Hrsg.) (1998): Bewegung, Spiel und Sport bei schwerst- und mehrfachbehinderten Menschen. Volketswil: Schweiz. Verband für Behindertensport.
  • GRAF, Evi & IMBACH, Rolf (1996): Ich bin Julia, und Du? Der Alltag mit einer cerebralen Bewegungsstörung. Solothurn: Schweiz. Vereinigung zugunsten cerebral Gelähmter.
  • GRAF, Evi & IMBACH, Rolf (1996): Moi, c'est Julia, et toi? La vie quotidienne avec un handicap moteur cérébral. Soleure: Association suisse en faveur des infirmes moteurs cérébraux. ISBN 978-3-9521126-8-7
  • GRAF, Evi (Ed.) (1995): Traitements lors de troubles moteurs cérébraux. Soleure: Association suisse en faveur des infirmes moteurs cérébraux.
  • GRAF, Evi (1994): Lese-Rechtschreib-Schwäche. Ein prozessanalytischer Ansatz. Bern: Lang. 382 S. (Habilitation) - GRAF, Evi (Hrsg.) (1994): Behandlungsmöglichkeiten bei cerebralen Bewegungsstörungen. Solothurn: Schweiz. Vereinigung zugunsten cerebral Gelähmter. 68 S. 2. Auflage 1996 (6.-8. Tausend).
  • GRAF, Evi (1993): A new theoretical framework for understanding reading and spelling tasks. In: Wright, S.& Groner, R. (Eds.): Facets of dyslexia in remediation. Amsterdam: North-Holland. 291-304.
  • GRAF, Evi & WEBER, Stefan (1992): Lautsprachbehinderte Zerebralparetiker: Kognition, Sprache und technische Kommunikationshilfsmittel. Bern: Lang. 273 S.
  • GRAF, Evi (1987): Zur Einstellung von Eltern gegenüber ihrem geistig behinderten Kind, erfasst im Rahmen eines elternzentrierten Modells. Berlin: Marhold. 207 S. (Dissertation)

Hinzu kommen div. Broschüren (28-44 Seiten) in deutscher und französischer Sprache, publiziert bei der Vereinigung Cerebral Schweiz, www.vereinigung-cerebral.ch