Aktuelles

Ankündigung und Programm: ABE Forschungstag 2020

Am Mittwoch, 1. Juli 2020 (Institut für Erziehungswissenschaft, Freiestrasse 36, 8032 Zürich; 9.00 bis 15.00 Uhr, Raum D20), findet der nächste ABE-Forschungstag statt. Der ABE-Forschungstag bietet die Gelegenheit, Qualifikations- und Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren, die am Lehrstuhl Ausserschulische Bildung und Erziehung geplant oder umgesetzt werden oder die Bezüge zu den am Lehrstuhl bearbeiteten Themen aufweisen. Präsentiert und diskutiert werden können konzeptionelle Fragen, Probleme oder Entscheidungen in Hinblick auf den empirischen Forschungsprozess (z.B. Zugang zum Untersuchungsfeld, Sampling, Methodenwahl), empirische Materialen oder erste Ergebnisse.

Wer am Forschungstag teilnehmen und mitdiskutieren möchte, ist herzlich eingeladen und wird gebeten, sich bis zum 24.6.2020 im Lehrstuhlsekretariat bei Daniel Werner anzumelden – angesichts der beschränkten Raumkapazitäten ist eine Anmeldung in diesem Jahr zwingend erforderlich.

ABE Forschungstag 2020 - Programm (PDF, 24 KB)

Ankündigung und Programm: Workshop zum Thema "Ethnograie im Kontext von Migration und Flucht"

Am 10. und 11. September 2020 findet an der Universität Zürich ein Workshop zum Thema Ethnograie im Kontext von Migration und Flucht statt.

Dieser Workshop richtet sich an Nachwuchsforschende, die sich bereits in der post-
Feldforschungsphase befinden und somit vor konkreten Fragen wie Datenmanagement, -analyse und -veröffentlichung stehen. Er gibt Raum für intensive transdisziplinäre peer-to-peer Diskussion, Reflexion und Vernetzung und lädt zum einschlägigen Austausch mit Expert*innen des Themenfeldes Ethnografie, Migration und Flucht ein.
Im Zuge des Workshops werden insbesondere fallspezifische Fragen im Bereich der Forschungsthematik, -ethik, Datenanalyse sowie deren Unvorhersehbarkeiten in der ethnographischen Forschung adressiert. Neben Expert*inneninputs bietet der Workshop vor allem durch Werkstattzeit mit dem eigenen Datenmaterial Möglichkeiten für gemeinsamen Interpretationsaustausch.

Das detaillierte Programm finden Sie hier: Ankündigung und Programm Workshop: Ethnografie im Kontext von Flucht und Migration (PDF, 94 KB)

Anmeldung: Bei Interesse zur aktiven Teilnahme am Workshop melden Sie sich bis zum 15. Mai 2020 bei Mareike Scherer an. Fügen Sie dieser Mail ein kurzes
Abstract (300-500 Wörter) zu Ihrer Forschungstätigkeit sowie Angaben dazu an, welche Materialien Sie für die gemeinsame Interpretation in einer Werkstattzeit einbringen und welche Fragen Sie im Rahmen des Workshops diskutieren möchten.
Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Nachwuchsforschende der Universität Zürich haben Vorrang.

Tagung: "Kindheit und Adoleszenz in Bewegung - Aufwachsen unter Bedingunten von Fluchtmigration"

Der Lehrstuhl Ausserschulische Bildung und Erziehung organisiert am 17. und 18. November 2020 (Achtung: neues Datum!) an der Universität Zürich eine internationale Tagung zum Thema "Kindheit und Adoleszent in Bewegung - Aufwachsen unter Bedingungen von Fluchtmigration".

Grenzüberschreitende Fluchtmigrationsbewegungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind in westlich-europäischen Migrationsgesellschaften allgegenwärtig. Als solche können sie mit spezifi-schen Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen, Zuschreibungen und Herausforderungen wie auch Chancen einhergehen. Zudem bewegen sich geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in komplexen migrationsgesellschaftlichen Differenz- und Ungleichheitsverhältnissen. Hierbei dominieren Wahrnehmungen, die geflüchtete junge Menschen unterschiedlich sozial positionieren: Die Spanne reicht dabei bspw. von (un)begleiteten Minderjährigen als besonders vulnerable bis zu jungen (männlichen) Er-wachsenen als besonders integrationsbedürftige Gruppe. Vor diesem Hintergrund ist die Situation von (un)begleiteten minderjährigen Geflüchteten und geflüchteten jungen Erwachsenen von verschiedenen komplexen Spannungsverhältnissen geprägt.
Migrationsbewegungen können mit Verlusterfahrungen, Gefühlen des Scheiterns, aber auch mit aktiver Bewältigung und Möglichkeitserfahrungen – und damit mit produktivem Potential – einhergehen. Im Ho-rizont transnationaler Migrationen lassen sich Migrationsbewegungen unter Bedingungen der Fluchtmig-ration für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als ein individuelles wie auch intergenerationales Erwartungsprojekt bezeichnen, für das soziale Beziehungen und Konzepte aus dem Herkunftskontext ebenso wie aus dem Aufnahmekontext relevant sind. Kindheit und Adoleszenz unterliegen historisch, so-zial und kulturell spezifischen Verständnissen und können mit je spezifisch geprägten individuellen Ent-wicklungs- und Handlungsmöglichkeiten einhergehen. An diesen Überlegungen setzt die Tagung «Kindheit und Adoleszenz in Bewegung» an, in deren Zentrum die konkreten sozialen Praktiken und Erfahrungen von (un)begleiteten minderjährigen Geflüchteten wie auch geflüchteten jungen Erwachsenen stehen. Hierbei können folgende Fragen aufgeworfen werden, die in den Beiträgen auf ganz unterschiedliche Ar-ten und Weisen fokussiert werden:
➢ Wie wird Kindheit und/oder Adoleszenz unter Bedingungen von Fluchtmigration gelebt, gestaltet und hergestellt?
➢ Wie gestalten und erleben geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihren Alltag sowie die hierbei relevanten sozialen Beziehungen?
➢ Welche empirischen Zugänge zeigen sich für die Erforschung von Kindheit und Adoleszenz im Kontext von Fluchtmigration als vielversprechend? Inwiefern stossen Datenerhebungsformen, die auf die Er-zeugung von Narrationen abzielen, an ihre Grenzen und müssen weitergedacht werden?
➢ Inwiefern müssen etablierte (theoretische) Konzepte von Kindheit und Adoleszenz für die Erforschung von transnationalen Lebensführungsweisen weitergedacht werden?

Das Programm mit allen weiterführenden Informationen ist hier verfügbar: Tagungsprogramm: Kindheit und Adoleszenz in Bewegung (UZH, 17.-18.11.2020) (PDF, 202 KB)