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Forschung

Der Lehrstuhl Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik erforscht Möglichkeiten zur Gestaltung von effektivem Unterricht, insbesondere an Gymnasien. Neben Fragen der Unterrichtsqualität geht es auch darum, wie Lehrpersonen die hierfür nötigen Kompetenzen und Überzeugungen aufbauen können. Ein besonderer Schwerpunkt der Forschung liegt in den Bereichen des Medieneinsatzes im Unterricht und in wirkungsvollen Ansätzen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Aktuelle Projekte
 

Digitale Transformation der Sekundarstufe II (DigiTraS II)

Seit den letzten Erhebungen zum Stand der Integration digitaler Medien in Schweizer Schulen in den  Jahren 2001 und 2007 fehlen repräsentative Daten zu den diesbezüglichen Bemühungen in Schulen der Sekundarstufe II. Das Projekt plant deshalb eine aktualisierte Bestandsaufnahme mit Befragungen von Schulleitungen, Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern. Die Erhebungen sollen alle Landesteile und alle Schulformen umfassen (Gymnasien, Berufsfachschulen, Berufsmaturitätsschulen und Fachmaturitätsschulen bzw. entsprechende Ausbildungsgänge). Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Schulentwicklungsaktivitäten und Unterrichtspraktiken. Neben Fragebogenuntersuchungen sollen auch 20 Fallstudien aus besonders fortgeschrittenen Schulen das Bild komplettieren. Das Projekt wird geleitet durch Prof. Dominik Petko (UZH), in Kooperation mit Prof. Philipp Gonon (UZH) und Prof. Albert Cattaneo (EHB Lugano) und wird gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 77.  Es startet am 01.08.2020 mit einer Laufzeit von vier Jahren. 

Reflexion im Unterrichtspraktikum mit Weblogs und mobilen Microblogs

Die Reflexion der eigenen Praxis ist ein wichtiger Teil der Ausbildung angehender Lehrpersonen, vor allem in Schulpraktika innerhalb des Studiums. Forschung hat jedoch gezeigt, dass die Reflexion oft oberflächlich bleibt. Mobile Technologien können vielversprechendes Mittel sein, die Reflexion zu vertiefen. Hierfür wurde die App www.metapholio.ch entwickelt und mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Schwyz experimentell erprobt. Im Verlauf des Praktikums werden dabei sowohl die Studierenden als auch ihre Schülerinnen und Schüler wiederholt befragt. Auf Basis dieser Daten soll überprüft werden, auf welche Weise es mithilfe digitaler Technologien möglich ist, die Reflexion und die Fähigkeit zur professionellen Unterrichtsgestaltung von angehenden Lehrpersonen zu verbessern. Dadurch sollen entscheidende Hinweise für die Gestaltung einer effektiveren Ausbildung von Lehrpersonen gewonnen werden. (Projektleitung: Prof. Dr. Dominik Petko; Regina Schmid, Laura Müller, Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds , SNF_100019_173049, Laufzeit: 10.2017 – 09.2020)

Technological Pedagogical Content Knowledge of Upper Secondary Teachers (TPACK.GYM)

Im TPACK.GYM-Projekt werden die fachlichen, pädagogischen und digitalen Kompetenzen angehender Gymnasiallehrpersonen anhand des TPACK-Modells untersucht. Das Projekt sieht folgende Phasen vor: In einem ersten Schritt werden verschiedene Erhebungsinstrumente weiterentwickelt. Im Anschluss daran werden Zusammenhänge von TPACK mit weiteren relevanten Konstrukten untersucht (z.B. Erfahrungen, Kompetenzen und Einstellungen von Lehrpersonen zu Technologie und Medien). Aufbauend darauf sollen die Erkenntnisse in die Ausbildung von Gymnasiallehrpersonen einfliessen und hinsichtlich ihre Wirkung analysiert werden. (Projekt: Prof. Dr. Dominik Petko, Mirjam Schmid, Eliana Brianza; Internes Projekt; Laufzeit: ab 05.2019)

Nationale Ergänzungsstudie PISA 2018: "Homework Engagement and Digital Cheating"

Im Rahmen der Begleitbefragungen von PISA 2018 wurde Schweizer 15-Jährigen eine Reihe von zusätzlichen Fragen zu ihrem Hausaufgabenverhalten gestellt. Dazu zählt einerseits eine bewährte Fragebatterie zur bewussten Anstrengung und andererseits eine Reihe neu entwickelter Fragen zur Anstrengungsvermeidung mithilfe digitaler Medien, z.B. durch heimliche Nutzung von Internetquellen und gegenseitiges Abschreiben via Social Media. Während PISA seit Jahren Daten zur produktiven Nutzung digitaler Medien für Hausaufgaben erhebt, fehlen bislang noch Zahlen zu möglicherweise unproduktiven Effekten. Die Studie möchte die Daten zu produktiver Mediennutzung bei Hausaufgaben mit Daten zur möglichen Kehrseite ergänzen, um so ein differenziertes Bild zu gewinnen und Zusammenhänge mit Testleistungen zu erkunden. (Projektleitung: Prof. Dr. Dominik Petko, Partner: EDK, PISA Konsortium; Laufzeit: 2016 – 2020)
 

Abgeschlossene Projekte

Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien (perLen)

Im Rahmen des perLen Projekts wurden 65 Schulen mit personalisierten Lernkonzepten über 3 Jahre hinweg wissenschaftlich begleitet. Der Lehrstuhlinhaber untersuchte in einem Teilprojekt die Nutzung von digitalen Medien, mit denen die Öffnung des Unterrichts unterstützt werden sollte (Petko, Schmid, Pauli, Stebler, Reusser, 2017). (laufendes Doktorat: Regina Schmid, Partner: Prof. Dr. Kurt Reusser (Uni Zürich), Dr. Rita Stebler (Uni Zürich), Prof. Dr. Christine Pauli (Uni Freiburg), Finanzierung: Mercator Stiftung, 08/2013 - 12/2016), siehe www.perlen.uzh.ch.