CoPra - Fachspezifisches Unterrichtscoaching

Lehren lernen mit Fachspezifischem Unterrichtscoaching durch Lehrpersonen und studentische Peers. Implementation und Wirkungen in heterogenen Praktikumskulturen in der Schweiz und in Deutschland.

Fritz C. Staub (Universität Zürich), Alois Niggli (Universität Fribourg), Tina Hascher (Universität Bern), Dorit Bosse (Universität Kassel), Sibylle Rahm (Universität Bamberg)

 

Das Schulpraktikum ist ein wesentlicher Baustein der Ausbildung von Lehrpersonen und spielt eine wichtige Rolle im Professionalisierungsprozess angehender Lehrerinnen und Lehrer. Das binationale Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Implementation und Wirksamkeit verschiedener Unterstützungsangebote im Schulpraktikum zu untersuchen. Hierzu werden quasi-experimentelle Interventionsstudien an vier verschiedenen Ausbildungsstandorten in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt. Dabei werden die unterschiedlichen Praktikumskulturen und institutionellen Rahmenbedingungen analysiert und berücksichtigt.

Die Studie wird mit über 400 Studierenden durchgeführt. Während ihres Praktikums erhalten sie im Fach Deutsch entweder die traditionellen Unterstützungsangebote ihres Ausbildungsstandortes (Kontrollgruppe) oder eine von drei verschiedenen Unterstützungsformen (Interventionsgruppen). So werden die Studierenden entweder auf Grundlage des Fachspezifischen Unterrichtscoachings (vgl. Staub 2015) durch Praxislehrpersonen respektive durch andere Lehramtsstudierende (Peercoaching) gecoacht, oder sie erhalten ausschließlich fachdidaktische Materialien. Die Studie zielt darauf ab, die Effektivität der Maßnahmen in Hinblick auf Prozessmerkmale (z.B. wahrgenommene Selbstwirksamkeit der Studierenden während des Unterrichtens) sowie Lernergebnisse der Studierenden (z.B. Kompetenzzuwachs in der Unterrichtsplanung) und der unterrichteten Klassen (Lernzuwachs in einem Bereich des schriftlichen Argumentierens) zu untersuchen.

Das Forschungsprojekt ist von besonderer gesellschaftlicher und bildungspolitischer Relevanz, da Kenntnisse über förderliche und hinderliche Bedingungen bei der Optimierung von Unterstützungsangeboten im Schulpraktikum gewonnen werden. Zudem beschreitet das Projekt Neuland, da erstmals kultur- und kontextspezifische Besonderheiten bei der Implementierung der Interventionen berücksichtigt werden und die Wirksamkeit sowohl in Hinblick auf die Implementationsprozesse als auch die Lernergebnisse untersucht wird.

 

Für weitere Infos besuchen Sie bitte unsere Projekt-Homepage: www.copra-online.net

 

Projektlaufzeit: April 2016 bis April 2019
Bearbeitung:

Prof. Dr. Fritz Staub (Wissenschaftliche Leitung)

Dr. Eva Becker (Projektkoordination)

Daniela Rupp, MA (Doktorandin und Projektmitarbeiterin)

Ladina Camenisch, MA (Projektmitarbeiterin)

Kooperationspartner: 

Universität Bamberg (Prof. Dr. Sibylle Rahm)

Universität Bern (Prof. Dr. Tina Hascher)

Universität Kassel (Prof. Dr. Dorit Bosse)

Prof. Dr. Alois Niggli

Finanzierung:

Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)