Elisabeth Moser Opitz

Elisabeth Moser Opitz, Prof. Dr.

Lehrstuhl Sonderpädagogik

Bildung und Integration (SBI)

Tel.: +41 44 634 31 36

Anschrift: Freiestrasse 36, 8032 Zürich

Raumbezeichnung: FRE-F-03

elisabeth.moseropitz@uzh.ch

Webseite

Lehrveranstaltungen aktuelles Semester

Ausbildung

  • 2006: Venia Legendi für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Sonderpädagogik (Universität Freiburg/CH)
  • 2000: Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg/CH (Zählen, Zahlbegriff, Rechnen. Theoretische Grundlagen und eine empirische Untersuchung zum mathematischen Erstunterricht an Sonderklassen)
  • 1987-1991: Lizentiatsstudium an der Universität Freiburg/CH (Heilpädagogik, Pädagogik, Psychopathologie)
  • 1984-1987: Studium Schulische Heilpädagogik in Freiburg/CH
  • 1978-1983: Ausbildung zur Primarlehrerin

Tätigkeiten

  • Seit HS 2019: Institutsdirektorin Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich
  • Seit 2010: Ordentliche Professorin für Sonderpädagogik (Schwerpunkt Bildung und Integration) an der Universität Zürich
  • 2007-2009: Professorin für Differenzielle Didaktik bei Lern- und Entwicklungsstörungen an der Technischen Universität Dortmund
  • 1995-2007: Dozentin am Institut für Heilpädagogik des Kantons Bern
  • 1998-2007: Lehrbeauftragte am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg/CH
  • 2005: Studienaufenthalt als Visiting-Scholar an der St. John’s Universität New York
  • 2002-2005: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg/CH
  • 1995-2002: Dozentin und Projektleiterin an der Zentralstelle für Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung des Kantons Bern (Bereich Sonderpädagogik)
  • 1995-1998: Lektorin am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg/CH
  • 1990-1995: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg/CH
  • 1987-1995: Tätigkeit als Schulische Heilpädagogin an verschiedenen Institutionen und Schulen
  • 1983-1984: Primarlehrerin

Aktuelle Publikationen

  • Garrote, A. & Moser Opitz, E. (accepted). Erfassen von mathematischen  Kompetenzen im Vorschulalter. Diagnostica. Zeitschrift für Psychologische Diagnostik und Differentielle Psychologie.
  • Moser Opitz, E., Schnepel S., Krähenmann, H., Jandl, S. Felder, F. & Sermier Dessemontet, R. (accepted). The impact of special education resources and the general and the special education teacher’s competence on pupil mathematical achievement gain in inclusive classrooms. International Journal of Inclusive Education.
  • Moser Opitz, E., Stöckli, M., Grob, U., Nührenbörger, M. & Reusser, L. (2020). BASIS-MATH-G 2+. Gruppentest zur Basisdiagnostik Mathematik für das vierte Quartal der 2. Klasse und das erste Quartal der 3. Klasse. Bern: Hogrefe.
  • Wullschleger, A., Garrote, A., Schnepel, S., Jaquiéry, L. & Moser Opitz, E. (2020). Effects of teacher feedback behavior on social acceptance in inclusive elementary classrooms. Exploring social referencing process in a natural setting. Contemporary Educational Psychology, 60. https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2020.101841
  • Lindmeier, A., Seemann, S., Kuratli Geeler S., Wullschleger, A., Dunekacke, S., Leuchter, M., Vogt, F., Moser Opitz, E. & Heinze, A. (2020). Modelling early childhood teachers’ mathematics-specific professional competence and its differential growth through professional development – An aspect of structural validity. Research in Mathematics Education, 22(2), 168-187. https://doi.org/10.1080/14794802.2019.1710558
  • Hepberger, B., Moser Opitz, E., Heinze, A. & Lindmeier, A. (2020). Entwicklung und Validierung eines Tests zur Erfassung der mathematikspezifischen professionellen Kompetenzen von frühpädagogischen Fachkräften. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 2, 81-94.
  • Schnepel, S., Moser Opitz, E., Krähenmann, H., & Sermier Dessemontet, R. (2020). The mathematical progress of students with an intellectual disability in inclusive classrooms: Results of a longitudinal study. Mathematics Education Research Journal, 32(1), 103-119.  https://doi.org/10.1007/s13394-019-00295-w
  • Moser Opitz, E., Stöckli, M., Grob, U., Nührenbörger, M. & Reusser, L. (2019). BASIS-MATH-G 3+ - 4. Gruppentest zur Basisdiagnostik Mathematik für das vierte Quartal der 3. Klasse und das erste Quartal der 4. Klasse. Bern: Hogrefe.
  • Link, M., Kuratli Geeler, S., Schmassmann, M. & Moser Opitz, E. (2019). Heilpädagogischer Kommentar 5 + 6 zum Schweizer Zahlenbuch (vollständig überarbeitete Neuausgabe). Zug: Klett und Balmer.
  • Moser Opitz, E., Pool Maag, S. & Labhart, D. (2019). Förderpläne: Instrument zur Förderung oder „bürokratisches Mittel“? Eine empirische Untersuchung zum Einsatz von Förderplänen. Empirische Sonderpädagogik, 3, 210-224. Verfügbar unter: link
  • Sermier Dessemontet, R., Schnepel, S. & Moser Opitz, E. (2019). The profiles and patterns of progress in numerical skills of elementary school students with mild and moderate intellectual disability. International Journal of Disability, Development and Education, 67(4). DOI:10.1080/1034912X.2019.1608915 kostenlose downloads (limitiert bis 50).
  • Prediger, S., Ehrat, K. & Moser Opitz, E. (2019). The Language Dimension of Mathematical Difficulties. In A. Fritz, V.G. Haase & P. Räsanen (Eds.), International Handbook of Mathematical Learning Difficulties. From the Laboratory to the Classroom (S. 437-455). Cham: Springer.
  • Schindler, V., Moser Opitz, E., Cadonau-Bieler, M., Ritterfeld, U. (2019). Überprüfung und Förderung des mathematischen Fachwortschatzes der Grundschulmathematik – eine empirische Studie. Journal für Mathematik-Didaktik, 40(1), 1-35.
  • Krähenmann, H., Moser Opitz, E., Schnepel, S. & Stöckli, M. (2019). Inclusive Mathematics Instruction – a Conceptual Framework and Selected Research Results of a Video Study. In D. Kollosche, R. Marcone, M. Knigge; M. Godoy Penteado & O. Skovsmose, (eds.), Inclusive Mathematics Education –State-of-the-Art Research from Brazil and Germany (pp.179-196). Cham: Springer Nature
  • Moser Opitz, E. (2018). Inklusive (Fach-)Didaktik – Übersicht und Reflexion zu ausgewählten Konzeptionen. In M. Walm, T. Häcker, F. Radisch & A. Krüger (Hrsg.), Empirisch-pädagogische Forschung in inklusiven Zeiten. Konzeptualisierung, Professionalisierung, Systementwicklung (S. 223-233). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
  • Moser Opitz, E., Grob, U., Wittich, C., Häsel-Weide, U. & Nührenbörger, M. (2018). Fostering the Computation Competence of Low Achievers through Cooperative Learning in Inclusive Classrooms: A Longitudinal Study. Learning Disabilities: A Contemporary Journal 16(1), 19-35.
  • Labhart, D., Pool Maag, S. & Moser Opitz, E. (2018). Differenzieren im selektiven Schulsystem. Der Widerspruch zwischen den gesellschaftlichen Funktionen der Schule und der Forderung nach individueller Förderung. Sonderpädagogische Förderung heute, 63(1), 71-87.

Aktuelle Forschungsprojekte

KoLiBrI: Professionelle Kompetenz von Schulischen Heilpädagoginnen bzw. Heilpädagogen und von Regellehrkräften im inklusiven Unterricht: Unterschiede und Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler

Projektförderung und Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds / Projektnummer 100019_175876

Dauer: 08.18 – 07.22

Projektleitung: Prof. Dr. Elisabeth Moser Opitz

Wissenschaftliche ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Susanne Schnepel / MA Simon Luger / MA Maria Wehren

 

Aus vielen Untersuchungen ist bekannt, dass die Kompetenz der Lehrkräfte sich auf die Schülerinnen und Schüler auswirkt und dass sowohl das fachdidaktische Wissen (pedagogical content knowledge) als auch das generelle pädagogische Wissen (general pedagogical knowledge) eine wichtige Rolle spielen. Das Projekt untersucht erstens, ob ausgebildete Schulische Heilpädagoginnen und -pädagogen über eine höhere professionelle Kompetenz für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen im Lesen und Rechnen verfügen als Regellehrkräfte. Zweitens wird analysiert, ob und wie sich die Kompetenz der Lehrkräfte auf die Leistungen und das Wohlbefinden der Lernenden in der Schule auswirkt. Zudem soll der Zusammenhang zwischen der professionellen Kompetenz der Lehrkräfte und moderierenden Variablen (Einstellung zur Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Lernbeeinträchtigungen, Beliefs zum Thema Lernen und Beeinträchtigung) untersucht werden.

 

Es ist geplant, 70 inklusive Klassen im dritten Schuljahr in der Deutschschweiz, in denen Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen beim Lesen und in Mathematik geschult werde, längsschnittlich zu untersuchen. Bei den Kindern werden Leistungsdaten (Lesen und Mathematik) und Daten zum Wohlbefinden und zur Lernumgebung erhoben. Zudem schätzen sie die Lehrkräfte hinsichtlich von classroom management und Unterstützungsverhalten ein. Seitens der Lehrkräfte (Regellehrkraft und Schulische Heilpädagogin bzw. Heilpädagoge) werden die professionellen Kompetenzen mit den Variablen fachdidaktische Kompetenz hinsichtlich Lernbeeinträchtigungen im Lesen und in Mathematik, generelle pädagogische Kompetenz (classroom management und Unterstützungsverhalten), die Einstellung zur Inklusion von Lernenden mit Lernbeeinträchtigungen, Beliefs zum Thema Lernen und Beeinträchtigung sowie Kontrollvariablen erhoben.

Weitere Informationen auf der Projektwebsite

MALKA - Mathe lernen und kooperieren von Anfang an

 

Projektförderung und Finanzierung:  swissuniversities
Dauer:                                                    3/2017-12/2021
 

Projektleitung:

Prof. Dr. Franziska Vogt, Pädagogische Hochschule St. Gallen
Prof. Dr. Christine Streit Pädagogische Hochschule FHNW
Prof. Dr. Elisabeth Moser Opitz, Universität Zürich
MMag. Brigitte Hepberger, Hochschule für Heilpädagogik Zürich

Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*innen:  MSc Celina Nesme, MA Noemi Gloor, MA Maria Wehren-Müller

Ein wichtiges Ziel des Mathematikunterrichts der ersten Schuljahre ist, dass die Kinder flexible Strategien zum Kopfrechnen und ein Verständnis mathematischer Operationen erwerben. Dabei ist insbesondere die Ablösung vom zählenden Rechnen wichtig. Nicht alle Kinder schaffen diesen Schritt von sich aus, manche benötigen dazu eine gezielte Förderung. Ein weiteres wichtiges Ziel der Schuleingangsphase ist, dass die Kinder zu einer Klassengemeinschaft zusammenwachsen und sich in der Klasse akzeptiert fühlen. Das Projekt MALKA setzt an dieser Stelle an und möchte Lehrpersonen darin unterstützen, Rechenschwierigkeiten von Anfang an durch eine gezielte Förderung vorzubeugen und die soziale Integration in der Klasse zu stärken.
Untersucht werden folgende Fragen:


•    Können der Aufbau von flexiblen Rechenstrategien sowie das Operationsverständnis durch spezifische Fördermassnahmen unterstützt werden?
•    Wie kann die soziale Integration gefördert werden, sodass sich alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Klasse akzeptiert und wohl fühlen?
•    Wie können die Fördereinheiten von den Lehrpersonen in den Unterricht integriert werden?
 

Im Projekt gibt es Fördereinheiten zur mathematischen Förderung im kooperativen und individualisierten Lernen und zur Förderung der sozialen Integration:


•    Kooperatives Lernen 1. Klasse: Flexible Rechenstrategien Addition und Subtraktion
•    Individualisiertes Lernen / integrierte Förderung 1. Klasse: Flexible Rechenstrategien Addition und Subtraktion
•    Kooperatives Lernen 2. Klasse: Verständnis der Multiplikation
•    Soziale Integration 1./2. Klasse
Die Fördereinheiten beinhalten nicht neue Lerninhalte, sondern zeigen, wie zentrale Inhalte des Mathematikunterrichts der beiden ersten Schuljahre intensiv erarbeitet werden können. So können sie grösstenteils als Alternative zu Übungen im Schulbuch eingesetzt werden. Zu allen Fördereinheiten gehören kurze Beschreibungen zur Umsetzung im Unterricht sowie vielfältige Materialien (Diagnoseaufgaben, Unterrichtsideen, Arbeitsaufträge, Kopiervorlagen, usw.).

Das Projekt MALKA ist ein Kooperationsprojekt der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, der Universität Zürich, der Pädagogischen Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz, der Hochschule für Heilpädagogik Zürich und der Pädagogischen Hochschule Zürich.


Durch die Forschungsergebnisse dieses Projekts erwarten wir uns Aufschluss hinsichtlich der Förderung von flexiblen Rechenstrategien, der Prävention von Rechenschwierigkeiten sowie der Förderung der sozialen Integration am Anfang der Schullaufbahn.

Weitere Informationen auf der Projektwebseite

 

«Grammatik» der stationären Erziehung im Kontext – Kontinuität und Wandel am Beispiel des Landerziehungsheims Albisbrunn im 20. Jahrhundert

SNF-Projekt | P. Bühler, L. Criblez, E. Moser Opitz, M. Hofmann, D. Deplazes, M. Wendland

Website: https://www.uzh.ch/blog/ife-hbs/albisbrunn/

Im Vordergrund des Projektes, das im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Nationalen Forschungsprogramms (NFP) 76 «Fürsorge und Zwang – Geschichte, Gegenwart, Zukunft» durchgeführt wird, steht die Frage nach Kontinuität und Wandel der stationären heilpädagogischen Erziehung im 20. Jahrhundert. Als Beispiel wird das 1925 in Hausen am Albis eröffnete Landerziehungsheim Albisbrunn untersucht. Mit der Gründung von Albisbrunn wurden zwei Stiftungszwecke verfolgt: Zum einen sollte ein Heim geschaffen werden für «schwererziehbare und psychopathische» Knaben und Jugendliche, zum anderen sollte in Verbindung mit dem Heilpädagogischen Seminar in Zürich die Ausbildung von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen vorangetrieben werden.

Die Analyse geht von einer Mehrebenenperspektive aus – wobei insbesondere auch die Interdependenzen zwischen den verschiedenen Ebenen von Interesse sind.

  • Auf der Mikroebene stehen pädagogische und diagnostische Praktiken im Heim im Vordergrund. Diese sollen auf der Grundlage der Analyse einer Auswahl aus rund 3000 «Zöglingsdossiers», die sich im Staatsarchiv Zürich befinden, aber auch anderen relevanten Archivdokumenten rekonstruiert werden.
  • Auf der Mesoebene stehen Organisationsformen und pädagogische Konzeptionen im Vordergrund. Hier geht es um institutionelle Veränderungen (Organisation, Aufsicht, Leitung etc.), aber auch um die Veränderung pädagogischer Konzepte und «Programme» (Gruppe, Schule, Therapie, Arbeit, Berufsbildung etc.).
  • Auf der Makroebene zielt das Projekt auf Erklärungen von Kontinuität und vor allem von Wandel aus der Perspektive sich verändernder Beziehungen der stationären Erziehung zu ihrem Umfeld. Im Vordergrund steht hier die Analyse institutioneller, diskursiver, ideeller, personeller, normativer sowie disziplinärer Netzwerke.

Dauer: September 2018 – August 2022

Projektteam: Patrick Bühler, Lucien Criblez, Elisabeth Moser Opitz (Projektleitung); Michèle Hofmann (Post-Doc); Daniel Deplazes, Max Wendland (Doktoranden)