Publikationen

Aktuelle Publikationen unseres Lehrstuhls

2019

Compagnoni, M., Karlen, Y. & Maag Merki, K. (2019). Play it safe or play to learn: mindsets and behavioral self-regulation in kindergarten. Metacognition and Learning. https://doi.org/10.1007/s11409-019-09190-y

Individuals hold different mindsets encompassing beliefs about trait stability (stable vs. malleable) and goal orientations (performance vs. mastery). These motivational beliefs affect behavioral self-regulation, which is an important predictor of school success and includes both executive functions (EF) and classroom behavioral self-regulation (CBSR). In this study, we examined the structure of mindsets in kindergarteners and the relations with EF and CBSR by interviewing 147 kindergarteners (51% female) aged 5 to 7 years (M = 6.47, SD = .39). We used a multimethod approach with self-report and direct measures of behavioral self-regulation, achievement, and a newly developed mindset scale. Exploratory and confirmatory factor analyses revealed that trait beliefs and goal orientations represent two different but related motivational beliefs. Results indicated differential effects of trait beliefs and goal orientations on EF and CBSR: Children with a mastery (vs. performance) orientation showed better EF, whereas children with a belief in traits as malleable (vs. stable) showed better CBSR. Structural equation modeling showed significant indirect effects of both motivational beliefs on achievement, with EF and CBSR as mediators. Findings suggest that motivational beliefs are important in fostering behavioral self-regulation for successful adjustment to the demands of kindergarten.

2018

Karlen, Y., Maag Merki, K., Hirt, C. & Suter, F. (2018). Sind Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit mehr Grit erfolgreicher? Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Grit, selbstreguliertem Lernen und Lernerfolg. Unterrichtswissenschaft, 46(4), S. 437-459. DOI: https://doi.org/10.1007/s42010-018-0030-z

Grit umfasst die Fähigkeit, längerfristige Ziele trotz Herausforderungen
mit Beharrlichkeit und beständigem Interesse zu verfolgen. Dieser Fähigkeit
wird das Potenzial zugesprochen, interindividuelle Leistungsunterschiede
zu erklären. In dieser Studie haben wir den Zusammenhang zwischen Grit, dem
selbstreguliertem Lernen (SRL) und der Leistung im Kontext des Verfassens einer
längerfristigen und anspruchsvollen schriftlichen Arbeit, der Maturarbeit, untersucht.
Hierfür wurden 1215 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufen (11./12. Klasse) während des einjährigen Erstellungsprozesseses der Maturaarbeit mehrmals befragt. Die multivariaten Analysen zeigen auf, dass Beharrlichkeit metamotivationales Wissen, motivationale Regulationsstrategien und kognitive Regulationskompetenzen vorhersagt. Beständiges Interesse korreliert positiv mit den kognitiven Regulationskompetenzen, geht jedoch mit einer geringen selbstberichteten Nutzungsangabe von motivationalen Regulationsstrategien einher. Von den beiden Grit Dimensionen sagte lediglich Beharrlichkeit die Maturaarbeitsnote ohne und mit Kontrolle der SRL-Kompetenzen voraus. Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, dass für die Erreichung von anspruchsvollen Zielen neben kognitiven Kompetenzen auch die Fähigkeit, diese Kompetenzen über die Zeit hinweg beharrlich einzusetzen,unterstützend ist. Zudem weisen die Ergebnisse darauf hin, dass sich die beiden Grit Dimensionen in ihrer Vorhersagkraft voneinander unterscheiden.

Sind Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit mehr Grit erfolgreicher? (PDF, 432 KB)