Dr. Barbara Egloff

2017 Promotion in Erziehungswissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich Doktorarbeit mit dem Titel „Selbstbestimmt unterstützt durch Assistenz. Eine empirische Untersuchung zur Einführung und Umsetzung des Assistenzbeitrags in der Schweiz“
Gutachten: Prof. Dr. Ingeborg Hedderich und Prof. Dr. Gudrun Wansing

Stationen vor der Promotion

1996-2001 Gymnasium; diverse Nebenjobs
2001-2003 Kaderschule Zürich; Praktikantin bei einer internationalen Bank
2003-2010 Lizentiat in Sonderpädagogik UZH; Assistentin der Geschäftsleitung und Leiterin Studio in der Marketingforschung, Administration und Marketing in der Informatikbranche, studentische Hilfskraft
2011-2017 PhD in Erziehungswissenschaft UZH; Assistentin bei Prof. Dr. Ingeborg Hedderich am IfE UZH, Dozentin an der PH Luzern, Präsidentin Verein für Kinderkrippen, Mitglied im Ausschuss des Zentrums für Qualitative Sozialforschung

 

Was machen Sie zurzeit beruflich und wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit?

Seit 2017 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik in einem 40%-Pensum. In dieser nationalen Fach- und Dienstleistungsstelle mit Sitz in Bern bin ich zuständig für die Bereiche Ausbildung Fachpersonal sowie Recht und Strukturen. Ausserdem prüfe ich Buchmanuskripte für die Edition SZH/CSPS und koordiniere das Netzwerk Forschung Sonderpädagogik. Diese Stelle ist wie für mich geschaffen: Ich habe dabei die Möglichkeit, mich weiterhin mit der Forschung zu beschäftigen, aber auch theoretische Dossiers zu betreuen. Zudem ist es eine der wirklich wenigen sehr flexiblen Stellen mit kleinem Stellenpensum auf Doktorandenniveau. Als Mutter von zwei Kindern ist das für mich ein Glückstreffer...

Was waren die wichtigsten Weichenstellungen auf Ihrem Weg dahin? Was war hinderlich? Was förderlich?

...So war es auch mit der Assistenzstelle am IfE. Ich hatte durch das Entgegenkommen meiner Professorin die Möglichkeit, meine Dissertation innerhalb der bezahlten Arbeitszeit mit adäquatem Einsatz ausserhalb zu schreiben. Auch wenn es Kompromissbereitschaft in beiden Rollen braucht; durch effizientes Arbeiten, gute Koordination und Zeitmanagement, besonders bei der Kinderbetreuung, ist eine Familiengründung während der Doktoratsphase möglich. Familiäre Unterstützung und eine solide finanzielle Situation waren dabei unabdingbar. Deshalb erachte ich flexible Betreuungsangebote und deren Finanzierung als grundlegend. Ein weiterer Vorteil einer Assistenzstelle an einer Hochschule ist die Einbettung in einem Netzwerk. Als ich nach dem Ablauf meines befristeten Vertrages auf Stellensuche war, informierte ich zuerst mein Netzwerk und nahm dann Kontakt mit bekannten und unbekannten Menschen auf. Ein solides Selbstvertrauen und eine gute Einbindung in die Community sind dabei hilfreich. Zudem habe ich Zeit in die Gestaltung meines CV investiert und meine Profile auf LinkedIn und XING aktualisiert. Diese Bemühungen und die Diversität meiner Berufserfahrungen haben sich schliesslich ausbezahlt.

Was empfehlen Sie Doktorierenden für ihre Laufbahnplanung?

Ich empfehle deshalb, sich von Beginn an ein gutes Netzwerk zu erarbeiten und mit ehemaligen oder in der Arbeit bereits weiter fortgeschrittenen Doktorandinnen und Doktoranden den Austausch zu suchen.

Juli 2018