Kinderrechte und Kindesschutz

Im Folgenden erhältst du Informationen über die zentralen Aspekte bezüglich Datenschutz und Kinderrechten im Projekt.

  1. Die Teilnahme ist freiwillig
    Die Kinder entscheiden, gemeinsam mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten, ob sie teilnehmen wollen.
    Die Teilnahme im Projekt ist kostenlos und freiwillig.
    Auch wenn die Kinder und die Familien am Projektanfang «Ja» gesagt haben, können sie immer noch ihre Meinung ändern und das Interview zu jeder Zeit stoppen, ohne Angaben von Gründen.
    Sie können auch ihre Teilnahme nach dem durchgeführten Interview zurückziehen, indem sie anrufen oder eine E-Mail ans Forschungsteam schreiben.

  2. Kinderheft
    Die Kinder und ihre Familien können besser entscheiden, ob sie teilnehmen wollen, wenn sie ihre Rechte kennen. Die Kinderrechte in der Forschung sind auch einsehbar im Kinderheft, ein schmales Buch mit Bildern, verfügbar in Deutsch und Englisch, das Kinder und Eltern (oder Erziehungsberechtigte) gemeinsam lesen können bevor sie eine Entscheidung treffen.

  3. Einverständniserklärungen
    Die Kinder und Eltern (oder Erziehungsberechtigten), die am Projekt teilnehmen wollen, werden eine Einverständniserklärung mit ihren Rechten erhalten (dieselbe wird auch im Heft erklärt). Die elterliche Einverständniserklärung wird in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Arabisch, Serbisch, Türkisch und Albanisch verfügbar sein. Die Einverständniserklärungen werden doppelt unterschrieben, eine Kopie erhält das teilnehmende Kind und die andere Kopie der:die Forscher:in. Kinder und Familien, die sich wohler fühlen ein mündliches Einverständnis abzugeben, können auch per Audiorecorder ihr Einverständnis am Tag des Interviews geben. Kinder, die keinen für sie:ihn verantwortlichen Erwachsenen haben, sollten mit dem Forschungsteam ihre Möglichkeiten prüfen.

  4. Die Kinder müssen nicht alle Fragen beantworten
    Die Kinder können immer Fragen auslassen, die sie nicht beantworten wollen, ohne Angaben von Gründen. Gleiches gilt für die Zeichnungen und die Karte, die sie nur erstellen, wenn sie dies wollen.

  5. Kindlicher Nutzen bei einer Teilnahme
    Ein wichtiger Nutzen für die Kinder ist es, dass sie eine fantastische Zeit mit dem:der Forscher:in haben (und mit den anderen Kindern, wenn sie in einer Fokusgruppe mitmachen oder wenn sie ein:e Freund:in, ein Geschwister, ein:e Cousin:e zum Interview mitbringen) und über wichtige Aspekte ihres:seines Lebens reden. Einen Ort zu haben, um über ihr:sein Wohlbefinden zu sprechen und dabei in einem Forschungsprojekt ernst genommen zu werden, ist ein wichtiger Zugewinn für die Kinder. Das Projekt bringt keine weiteren direkten Vorteile für die teilnehmenden Kinder, aber zielt darauf ab, mit ihrer Hilfe, die Aspekte zu betonen, die allgemein wichtig sind für Kinder, um sich gut zu fühlen. Mit diesen Informationen werden die Forschenden Berichte schreiben, die helfen können bessere Orte für alle Kinder zu schaffen.

  6. Kindliche Nachteile bei einer Teilnahme
    Die Kinder sollen keine Nachteile haben, wenn sie im Projekt teilnehmen. Das Projekt dreht sich um Wohlbefinden und sie sollten vor allem über Dinge sprechen, die wichtig für sie sind und bei denen sie sich gut fühlen. Dennoch, Kinder können traurig werden, wenn sie über ihre Leben nachdenken und über die Dinge, die sie gerne hätten oder Dinge, die sie gerne verändern würden. Wenn ein Kind traurig wird während dem Interview, wird der:die Forscher:in eine Pause machen oder das Interview komplett abbrechen. Aufgrund dessen und wenn es der Wunsch des Kindes ist, kann der:die Forscher:in Unterstützung anbieten und dem Kind und ihrer:seiner Familie Namen und Telefonnummern von Leuten geben, die ihnen weiterhelfen können. In diesen Fällen kann der:die Forscher:in auch das Kind und die Familie in einem anderen, späteren Moment kontaktieren, um zu prüfen, ob sie mehr Unterstützung benötigen.

  7. Die Namen und Identitäten schützen
    Die Teilnahme der Kinder ist vertraulich und die Forschenden werden niemanden informieren, wer am Projekt teilgenommen hat.
    Sie werden die Identität der Kinder schützen, indem ihre Namen in ein Pseudonym (erfundener Name) geändert werden, das von den Kindern selbst gewählt wurde. Nach dem Interview werden die Forschenden aufschreiben, was die Kinder gesagt haben, indem sie das Interview transkribieren.
    Sie werden dann die Namen aller Personen, über die das Kind gesprochen hat, aller Orte, Schulen oder der des Wohnorts ändern (anonymisieren). Auf diese Weise werden die Kinder nicht wiedererkannt.

  8. Interviews, Zeichnungen und Karten werden geschützt
    Persönliche Informationen der Kinder und ihrer Familien, Einverständniserklärungen, Zeichnungen, Karten oder Collagen, welche die Kinder gemacht haben, werden in einem verschlossenen Kasten gehalten, der sich in einem geschlossen Raum mit kontrolliertem Zugang an der Universität Zürich befindet. Neben den Einverständniserklärungen werden alle Daten, die Audioaufzeichnungen inbegriffen, am Projektende zerstört.
    Die geschriebenen Interviews mit den anonymisierten Namen, wie auch die anonymisierten Scans der Kinderzeichnungen und -karten, werden in einem gesicherten Ordner, auf dem Server der Universität Zürich, gespeichert und mit einem Passwort geschützt. Dieser ist nur zugänglich für das Forschungsteam. Diese anonymisierten Materialien werden für Publikationen verwendet, auch nach dem Projektende.

  9. Vertraulichkeit brechen
    Die einzige Situation, in welcher der:die Forscher:in die Geheimhaltung brechen und andere über die Identität der Kinder informieren muss, ist, wenn die Frage nach dem Kindesschutz aufkommt. Wenn der:die Forscher:in erfährt:

    • Dass das interviewte Kind oder jemand, den das Kind kennt, in Gefahr ist.
    • Dass sich nicht um das Kind gekümmert wird.
    • Dass das Kind möglicherweise sich oder andere verletzt.

    In solchen Fällen wird der Kindesschutz zur obersten Priorität und die Forschenden haben die Verantwortung eine angemessene Unterstützung zu bieten, um dem Kind und der Familie zu helfen.

  10. Ergebnisse
    Die Aspekte, über welche die Forschenden von den Kindern im Projekt erfahren werden, werden dazu verwendet Berichte zu schreiben, Unterricht zu geben, Studierende zu lehren und die Ergebnisse werden mit anderen Forschenden auf der ganzen Welt diskutiert. Für Eltern (oder Erziehungsberechtigte) und Familien, die an den Ergebnissen interessiert sind, sind diese auf der Projektwebsite/Ergebnisse zugänglich oder sie können diese mittels Anruf oder E-Mail beim Forschungsteam in Erfahrung bringen.

Im Falle, dass du Zweifel am Kindesschutz in der Forschung hast, kannst du immer das Forschungsteam oder die Ethikkommission der Universität Zürich kontaktieren:

 

Ethics Committee – University of Zürich

Prof. Dr. Lilly Shanahan

Andreasstrasse, 15, P.O. Box 12

CH-8050 Zürich

chair.ethics.committee@phil.uzh.ch