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Nachruf Dr. Philipp Notter

Dr. Philipp Notter, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik (IGB), ist am 21. Juli 2026 im Alter von 76 Jahren verstorben.

Philipp Notter hat im Sommer 2007 eine 50%-Stelle als Oberassistent am Lehrstuhl von Prof. Dr. Regula Kyburz-Graber angetreten. Seine Anstellung wurde später in eine WM-Stelle umgewandelt, an der er bis zu seiner Pensionierung Ende Juni 2015 tätig war. Nebst der Stelle bei uns wirkte er auch zu 50 % als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der UZH.

Philipp Notter studierte in Freiburg, Bern und Zürich Islamwissenschaft, Sinologie und nahöstliche Philologie. Zudem absolvierte er ein Zusatzstudium in Psychologie in Zürich. Von 1985 bis 1992 war er Assistent am Psychologischen Institut, später wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1998 erwarb er mit seiner Dissertation «Leseverständnis bei Schweizer Rekruten 1977/1989» den Doktortitel. Ab 1996 wirkte er als Lehrbeauftragter an der UZH. Von 1999 bis 2007 war er Mitglied der Geschäftsleitung des Kompetenzzentrums für Bildungsevaluation und Leistungsmessung an der UZH, dem heutigen Institut für Bildungsevaluation IBE, wo er Studien zur Lesefähigkeit von Erwachsenen durchführte. Damals verfasste er auch die vielbeachtete Studie zum «Übergang ins Studium» (2003), auf die nach der Einführung der Maturitätsreform 1995 eine zweite Studie (2006) folgte.
Am IGB beteiligte sich Philipp Notter an den Studien zum Selbstorganisierten Lernen, unter anderem mit der Studie zum Selbstlernsemester an der Kantonsschule Zürcher Oberland. Die Studie wurde 2019 in der Schweizerischen Zeitschrift für Bildungswissenschaften unter dem Titel «Einschätzung von Studierenden über die Effekte von selbstreguliertem Lernen im Gymnasium» veröffentlicht.
2008 übernahm Philipp Notter zentrale Aufgaben in der Finanzplanung des IGB. Er war ein hervorragender Spezialist in Statistik, seine Beratungen wurden von den Mitarbeitenden im IGB sehr geschätzt.

Philipp Notter war hilfsbereit, humorvoll und überzeugte in Diskussionen stets mit seinen fundierten Argumentationen. Wer näher mit ihm zusammenarbeitete, erkannte sein grosses Wissen, mit dem er jedoch sehr zurückhaltend umging.

Wir verlieren in Philipp Notter einen liebenswürdigen Kollegen, den wir in dankbarer Erinnerung behalten werden.

Prof. em. Dr. Regula Kyburz-Graber

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