Historische und textanalytische Methoden

Ausbildung

Historische und textanalytische Methoden im BA-Studiengang

Modul 1 – Historische Methoden: Diskurs und Ideengeschichte

Angebotsmuster/-form
  • Wahlpflichtmodul
  • Seminar, Übung
  • 9 ECTS
  • 2-semestrig
  • Beginn jedes 2. Frühlingssemester (gerade Jahre)
Allgemeine Beschreibung

Das Modul beschäftigt sich mit der methodisch gestützten Entwicklung einer historischen Forschungsfrage sowie mit dem zur Bearbeitung der Forschungsfrage notwendigen handwerklichen Rüstzeug. Zudem werden methodologische Fragen historischer Forschung diskutiert, mit einem Fokus auf diskursanalytische und ideengeschichtliche Theorien. Das Modul wird ab FS 2020 jedes zweite Frühjahrssemester angeboten.

Lernziel

Befähigung zur eigenständigen Entwicklung und Bearbeitung einer historischen Forschungsarbeit; Kenntnis zentraler Ansätze der Diskurs und Ideengeschichte.

Sonstiges
  • Leistungsnachweis: Portfolio (schriftliche Arbeit 70%, Nachweis von im Lernprozess zu erbringenden Leistungen 30%)

Modul 2 – Historische Methoden: Sozial- und Kulturgeschichte

Angebotsmuster/-form
  • Wahlpflichtmodul
  • Seminar, Übung
  • 9 ECTS
  • 2-semestrig
  • Beginn jedes 2. Frühlingssemester (ungerade Jahre)
Allgemeine Beschreibung

Das Modul beschäftigt sich mit sozial- und kulturgeschichtlichen Ansätzen der historischen Bildungsforschung. Am Beispiel einer eigenen Forschungsarbeit werden die handwerkliche Praxis der historischen Forschung erworben und die Forschungsresultate theoretisch verortet. Das Modulwird ab FS 2021 jedes zweite Frühjahrssemester angeboten.

Lernziel

Einführung in das Handwerk historischer Forschung; Kenntnis zentraler Theorien der Sozial- und Kulturgeschichte.

Sonstiges
  • Leistungsnachweis: Portfolio (schriftliche Arbeit 70%, Nachweis von im Lernprozess zu erbringenden Leistungen 30%)

Historische Methoden im MA-Studiengang

Modul: Forschungsmethoden

Angebotsmuster/-form
  • Wahlpflichtmodul
  • Seminar
  • 3 ECTS
  • 1-semestrig
  • Wechselnde Methodenangebote (Quantitative Forschungsmethoden, Historische Forschungsmethoden, Qualitative Forschungsmethoden)
  • Historische Forschungsmethoden jedes 3. Semester (HS 21, FS 23, HS 24, FS 26, HS 27, etc.)
Allgemeine Beschreibung

In den Veranstaltungen dieses Moduls werden die Kenntnisse und Fähigkeiten vertieft, die auf der Bachelorstufe im Bereich der qualitativen Forschungsmethoden und/oder quantitativen Forschungsmethoden und/oder historischen und textanalytischen Forschungsmethoden erworben worden sind. Der Vertiefungs- bzw. Spezialisierungscharakter des Moduls auf Masterstufe zeigt sich je exemplarisch auch am verstärkten Anwendungsbezug hinsichtlich Fragestellung, Auswahl des Datenmaterials, konkreten Analysemethoden (z.B. statistisch-überprüfender, interpretativer oder diskursanalytischer Art) und Ergebnisdarstellungsweisen.

Lernziel

Vertiefung der forschungsmethodischen Kenntnisse im Bereich qualitative, quantitative und/oder historische und textanalytische Erhebungs- und Analysemethoden.

Sonstiges
  • Leistungsnachweis: schriftliche Dokumentation im Lernprozess

Historische Methoden im Doktorat

Allgemeine Informationen
  • Jedes Semester wechselnde Angebote zu historischen Methoden (siehe VVZ)
  • Zürcher Werkstatt Historische Bildungsforschung (im FS von ungeraden Jahren)
  • Konkrete Vorschläge oder Ideen sind sehr willkommen (bitte per Mail an: rhorlach@ife.uzh.ch)

Beratungsablauf

Wer kann eine «Historische Methodenberatung» unter welchen Bedingungen in Anspruch nehmen?

  • Professor*innen und Post-Docs: Die Kontaktaufnahme kann direkt erfolgen.
  • Wissenschaftliche (Projekt-)Mitarbeitende, Assistierende bei Beratungsbedarf zu Projekten: Die Kontaktaufnahme erfolgt in Absprache bzw. in Transparenz gegenüber der Projektleitung
  • Doktorierende: Die Kontaktaufnahme erfolgt in Absprache bzw. in Transparenz gegenüber den betreuenden Professorinnen und Professoren
  • Masterstudierende: Die Kontaktaufnahme erfolgt in diesem Fall zwingend durch die jeweilige Betreuungsperson der Master-Arbeit am IfE

Wie ist das Vorgehen einer «Historischen Methodenberatung»?

Kontaktaufnahme

  • Die Kontaktaufnahme erfolgt bei Mitarbeitenden und Doktorierenden direkt, bei MA-Studierenden durch die jeweilige Betreuungsperson. E-Mail: rhorlach@ife.uzh.ch
  • Bei der ersten Kontaktaufnahme liegt eine klar formulierte Frage oder ein klar formuliertes Anliegen vor. Die zu beratende Person verfügt über grundlegendes Wissen im gewählten methodischen Bereich und hat bereits eigene Schritte zur Bearbeitung der Frage bzw. des Anliegens unternommen.
  • Die Vertreter*innen der Fachstelle behalten sich vor, Beratungsanfragen abzulehnen, wenn sie die Voraussetzungen auf Seiten der nachsuchenden Person als (noch) nicht gegeben beurteilen (z.B. unzureichendes Vorwissen, ungenügende Problemeingrenzung).

Durchführung

  • Die Beratung erfolgt i.d.R. zwischen der zu beratenden Person und der Beratungsperson.
  • Beratungen zu Masterarbeiten können gegenüber der Betreuungsperson stattfinden, aber auch mit der Masterstudentin bzw. dem Masterstudenten sowie unter Beizug der Betreuungsperson.

Ergebnisprotokoll

  • Die zentralen Inhalte des Beratungsgesprächs sowie insbesondere die daraus resultierenden Empfehlungen werden in einem kurzen Ergebnisprotokoll festgehalten, das von der beratenen Person innerhalb einer Woche zu verfassen ist und der Beratungsperson per E- Mail zugeht.
  • Fand die Beratung im Kontext einer Dissertation, Masterarbeit oder eines Projektes statt, so ist das Ergebnisprotokoll auch der Betreuungsperson oder der Projektleitung zuzustellen (Transparenz).

Ende der Beratung

  • Die Beratung kann wiederholt in Anspruch genommen werden. Über das Ende des Beratungsverhältnisses entscheiden die beteiligten Personen gemeinsam.

Literatur

Theorie und Methoden der historischen (Bildungs-)forschung

Einführungen

Budde, Gunilla / Freist, Dagmar / Günter-Arndt, Hilke (Hrsg.): Geschichte. Studium – Wissenschaft – Beruf. Berlin: Akademie-Verlag 2008.

Das Studienbuch ist eine breit angelegte und sehr gut lesbare Einführung in die Theorie und Praxis der Geschichte, beschäftigt sich mit der Geschichte als Wissenschaft und als Beruf, sowie mit den Grundkategorien historischen Arbeitens.

Eibach, Joachim / Lottes, Günther (Hrsg.): Kompass der Geschichtswissenschaft (2002). Stuttgart: Vandenhoeck & Ruprecht / UTB 2011

Der Kompass bietet einen umfassenden Überblick über die historiographischen Richtungen und Schulen der internationalen Geschichtswissenschaft.

Howell, Martha / Prevenier, Walter: Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historischen Methoden. Weimer / Wien: Böhlau / UTB 2004.

Die Publikation führt anhand der konkreten Arbeit des Historikers / der Historikerin in die Theorie und Methode historischen Forschens ein und ist Resultat langer Lehrtätigkeit an amerikanischen und europäischen Universitäten.

Jordan, Stefan: Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Orientierung Geschichte (2009). Paderborn: Schöningh / UTB 2013

Das Studienbuch eignet sich mit seiner didaktischen Aufbereitung als Einstieg in die Geschichte des Geschichtsdenkens und der Geschichtswissenschaft.

Kolmer, Lothar: Geschichtstheorien. Paderborn: Wilhelm Fink / UTB 2008

Eine Einführung in die Geschichtstheorien seit der Antike in geschichtsphilosophischer Perspektive.

Landwehr, Achim: Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit. Essay zur Geschichtstheorie. Frankfurt am Main: S. Fischer 1996

Eine Sammlung von Essays, die gekonnt in die zentralen Konzepte historischer Forschung einführt.

Marchal, Guy P.: Gustloff im Papierkorb. Ein Forschungskrimi. Baden: Hier und Jetzt 2019

Eine «etwas andere» Einführung in die historische Forschung, die anhand eines Dokuments aus der Familiengeschichte des Autors anschaulich aufzeigt, was historische Forschung ist und wie historische Forschung «funktioniert».

Metzger, Franziska: Geschichtsschreibung und Geschichtsdenken im 19. und 20. Jahrhundert. Bern: Haupt / UTB 2011

Das Studienbuch beschäftigt sich in systematischer Perspektive mit der Historiographie und der Geschichtsphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts.

Markus Völkel: Geschichtsschreibung. Köln: Böhlau / UTB 2006

Das Studienbuch ist eine Einführung in die Geschichte der Historiographie in globaler Perspektive und gibt damit interessante Einblicke in die historischen Traditionen nicht-europäischer Länder.

Quellentexte

Ariès, Philippe: Die Geschichte der Mentalitäten. In: Jacques Le Goff / Roger Chartier / Jacques Revel (Hrsg.): Die Rückeroberung des historischen Denkens. Grundlagen der Neuen Geschichtswissenschaft. Frankfurt am Main: Fischer Wissenschaft 1990, S. 137-165

Ein Versuch, das Konzept der Mentalität fassbar zu machen.

Braudel, Fernand: Geschichte und Sozialwissenschaften. Die lange Dauer (frz. 1958). In: Fernand Braudel: Schriften zur Geschichte. Band 1: Gesellschaften und Zeitstrukturen. Stuttgart: Klett-Cotta 1992, S. 49-87

Der klassische Text zur longue durée, als Grundlage der strukturalistischen Geschichtstheorie der Annales-Schule.

Burke, Peter (Hrsg.): New Perspectives on Historical Writing (1992). Cambridge: Polity Press 2001

Das Buch vermittelt einen Überblick über die wichtigen Strömungen der Historiographie des 20. Jahrhunderts.

Burke, Peter: Eleganz und Haltung. Die Vielfalt der Kulturgeschichte. Über Selbstbeherrschung, Schabernack, Zensur, den Karneval in Rio und andere menschliche Gewohnheiten (engl. 1997).

Ein Buch über die Vielfalt der Kulturgeschichte anhand von grundlegenden Fragen und beispielhaften Studien.

Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte? (engl. 1961). Stuttgart: Kohlhammer 1963

Eine klar und brillant formulierte Bestimmung des Gegenstands Geschichte. Ein Klassiker der englischen Historiographie.

Conrad, Christoph / Kessel, Martina (Hrsg.): Geschichte schreiben in der Postmoderne. Beiträge zur aktuellen Diskussion. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 1994

Ein lesenswerter Reader zur postmodernen Geschichtstheorie.

Droysen, Johann Gustav: Ungedruckte Materialien zur „Historik“ (1857). In: Günter Birtsch / Jörn Rüsen (Hrsg.): Johann Gustav Droysen. Texte zur Geschichtstheorie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1972, S. 12-39

Ein klassischer Text zum Historismus.

Fleck, Ludwik: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv (1935). Frankfurt am Main: Suhrkamp 1980

Ein klassischer Text der Wissenschaftsgeschichte.

Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses (frz. 1970). Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch 1991, S. 7-49

Foucaults Darlegung des Diskurs’ in seiner Antrittsvorlesung am Collège de France.

Gadamer, Hans-Georg: Vom Zirkel des Verstehens (1959). In: Hans-Georg Gadamer: Gesammelte Werke. Band 2: Hermeneutik II, Wahrheit und Methode. Tübingen: J.C.B. Mohr, S. 57-65

Einer der klassischen Texte zur Hermeneutik.

Geertz, Clifford: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt am Main: suhrkamp 1983

Eine Sammlung von Geertz Beiträgen zur Kulturgeschichte.

Ginzburg, Carlo: Der Käse und die Würmer. Die Welt eines Müllers um 1600 (ital. 1976). Berlin: Wagenbach 2002

Eine der klassischen Studien zur Mikrogeschichte.

Ginzburg, Carlo: Mikro-Historie. Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiss. In: Historische Anthropologie 1(1993), S. 169-192

Eine theoretische Bestimmung der Mikrogeschichte.

Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (engl. 1962). Frankfurt am Main: Suhrkamp 1976

Der Grundlagentext zum Konzept des Paradigmenwechsels.

Lovejoy, Arthur O.: Die grosse Kette der Wesen (1933). Geschichte eines Gedankens. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1993

Die klassische Studie der angelsächsischen Ideengeschichte.

Lüdtke, Alf: Einleitung. Was ist und wer treibt Alltagsgeschichte? In: Alf Lüdtke (Hrsg.): Alltagsgeschichte. Zur Rekonstruktion historischer Erfahrungen und Lebensweisen. Frankfurt am Main/New York: Campus 1989, S. 9-47

Der Beitrag zeigt, weshalb Alltagsgeschichte ein interessantes methodologisches Konzept ist und verweist auf die Bedeutung der sozialen Praxis.

Pocock, John G. A.: Der Begriff einer „Sprache“ und das métier d’historien: Einige Überlegungen zur Praxis (engl. 1987). In: Martin Mulsow / Andreas Mahler (Hrsg.): Die Cambridge School der politischen Ideengeschichte. Berlin: Suhrkamp 2010, S. 127-152

Einer der Grundlagentexte der politischen Ideengeschichte.

Skinner, Quentin: Bedeutung und Verstehen in der Ideengeschichte (engl. 1969). In: Quentin Skinner: Visionen des Politischen. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009, S. 21-63

Einer der Grundlagentexte einer kontextorientierten history of ideas, die nicht nach überzeitlichen Wahrheiten fragt sondern nach der historischen Bedingtheit von Ideen.

Forschungsliteratur

Burke, Peter: Soziologie und Geschichte (engl. 1980). Hamburg: Junius 1989

Eine lesenswerte Studie zum Verhältnis von Soziologie und Geschichte.

Casale, Rita / Tröhler, Daniel / Oelkers, Jürgen (Hrsg.): Methoden und Kontexte. Historiographische Probleme der Bildungsforschung. Göttingen: Wallstein 2006

Ein Sammelband mit theoretischen und empirischen Studien zu den Grundlagen der historischen Bildungsforschung.

Depaepe, Marc: The Ten Commandments of Good Practices in History of Education Research. In: Zeitschrift für pädagogische Historiographie 16(2010), Heft 1, S. 31-34

Die „Zehn Gebote“ der historischen Bildungsforschung – kritisch kommentiert.

Goering, D. Timothy (Hrsg.): Ideengeschichte heute. Traditionen und Perspektiven. Bielefeld: transcript 2017

Der Sammelband „rehabilitiert“ die im deutschsprachigen Kontext während längerer Zeit eher marginalisierte Ideengeschichte und zeigt Traditionen und Möglichkeiten einer ideengeschichtlichen Perspektive auf, indem diese mit internationalen Entwicklungen verbunden wird.

Goertz, Hans-Jürgen: Unsichere Geschichte. Zur Theorie historischer Referentialität. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2001

Kurze Einführung in die Historiographie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Grafton, Anthony: The History of Ideas: Precept and Practice, 1950-2000 and Beyond. In: History of Ideas (2006), S. 1-32

Ein Überblick über die letzten 50 Jahre Ideengeschichte angelsächsischer Prägung.

Hacke, Jens/Pohlig, Matthias (Hrsg.): Theorie in der Geschichtswissenschaft. Einblicke in die Praxis des historischen Forschens. Frankfurt am Main/New York: Campus 2008

Der Herausgeberband beschäftigt sich mit der Frage, welchen „Nutzen“ die Theorie für den Historiker / die Historikerin hat und präsentiert erfrischend offene Einblicke in Theorie und Praxis historischer Forschung.

Hardtwig, Wolfgang/Wehler, Hans-Ulrich (Hrsg.): Kulturgeschichte Heute. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht1996

Dieser Sammelband – eine Sondernummer der Zeitschrift Geschichte und Gesellschaft – versammelt Beiträge, die sich mit der Frage beschäftigen, ob, und wenn ja wie die Kulturgeschichte von der Sozialgeschichte und der Historischen Sozialwissenschaft wegführen könne und welche Aufgaben, Erkenntnischancen und Problematik eine moderne Kulturgeschichte auszeichne.

Horlacher, Rebekka: Historische Methoden. In: Sabine Andresen / Rita Casale / Thomas Gabriel / Rebekka Horlacher / Sabina Larcher Klee / Jürgen Oelkers (Hrsg.): Handwörterbuch Erziehungswissenschaft. Weinheim / Basel: Beltz 2009, S. 410-423

Der Handbuchartikel bietet einen Überblick über historische Methoden in der Bildungsforschung.

Kliebard, Herbert M.: Wozu Geschichte der Pädagogik? In: Zeitschrift für pädagogische Historiographie 10(2004), Heft 2, S. 90-111

Eine immer wieder gestellte Frage der historischen Bildungsforschung – international kommentiert.

Koselleck, Reinhart: Wozu noch Historie? In: Historische Zeitschrift 212(1971), S. 1-18

Die Grundfrage der Historiographie, beantwortet von einem der bedeutenden Vertreter des Fachs.

LaCapra, Dominick / Kaplan, Steven L. (Hrsg.): Geschichte denken. Neubestimmungen und Perspektiven moderner europäischer Geistesgeschichte. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch 1988

Eine Bestandsaufnahme der internationalen Historiographie am Ende der 1980er-Jahre.

Labaree, David F.: Sermon on Educational Research. In: Bildungsgeschichte. International Journal for the Historiography of Education 2(2012), Heft 1, S. 78-87.

Praktische Grundsätze der konkreten bildungsgeschichtlichen Arbeit – kritisch kommentiert.

Landwehr, Achim: Historische Diskursanalyse. Frankfurt am Main/New York: Campus 2008

Die Überarbeitung der 2001 erstmals erschienenen Geschichte des Sagbaren hat sich zu einem eigentlichen „Klassiker“ der historischen Diskursanalyse entwickelt.

McCulloch, Gary: The Struggle for the History of Education. London: Routledge 2011

Ein engagiertes Plädoyer für die Relevant der historischen Bildungsforschung.

Popkewitz, Thomas S. (Hrsg.): Rethinking the History of Education. Transnational Perspectives on Its Questions, Methods, and Knowledge. New York: Palgrave Macmillan 2013

Eine Bestandsaufnahme zur historischen Bildungsforschung aus US-amerikanischer Perspektive

Rosa, Harmut: Ideengeschichte und Gesellschaftstheorie: Der Beitrag der ‚Cambridge School’ zur Metatheorie. In: Politische Vierteljahresschrift 35(1994), Heft 2, S. 197-223

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung der Cambridge School für die Sozialwissenschaften.

Tenorth, Heinz-Elmar: Lob des Handwerks, Kritik der Theorie – Zur Lage der pädagogischen Historiographie in Deutschland. In: Paedagogica Historica 32(1996), Heft 2, S. 343-361

Auch wenn der Text nicht mehr ganz taufrisch ist, beschreibt er doch immer noch lesenswert den Status Quo historischer Bildungsforschung.

Tröhler, Daniel: Geschichte und Sprache der Pädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik 51(2005), Heft 2, S. 218-235

Der Beitrag diskutiert den „Mehrwert“ des linguistic turns für die Bildungsgeschichte.