Digitale Edition der Kopierbücher aus Pestalozzis Institut in Yverdon

Projektbeschreibung

Projektdauer: 2019-2022

Projektleiterin: Dr. Rebekka Horlacher

Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) leitete zwischen 1805 und 1825 über 20 Jahre lang ein Institut in Yverdon, das von Schülerinnen und Schüler aus halb Europa besucht wurde. Aus dieser Zeit sind sechs „Kopierbücher“ überliefert, in denen die ausgehende Korrespondenz des Instituts unter anderem auch mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler gesammelt wurde. Dieser serielle Quellenkorpus dokumentiert nicht nur finanzielle Fragen im Zusammenhang mit dem Aufenthalt in Yverdon sowie alltägliche Organisationsfragen, sondern auch pädagogische und curriculare Fragen, ging es doch in diesen Briefen auch darum, die Eltern über die Lernfortschritte ihrer Kinder zu informieren, Fragen nach Zusatzunterricht zu klären oder Probleme des Charakters und des Verhaltens anzusprechen. In einem von verschiedenen Stiftungen und der Loterie Romande finanzierten Drittmittelprojekt wird dieses Quellenkorpus für die Forschung erschlossen.
Die Kopierbücher sind auf e-manuscripta.ch digital verfügbar und mit einem Transkriptionstool versehen. Um die Zugänglichkeit und Recherchierbarkeit der Briefsammlung zu verbessern und erheblich zu vereinfachen, wird in einem ersten Schritt ein Namensregister zu den Adressatinnen und Adressaten erstellt, werden die Personen biographisch dokumentiert und mit der bestehenden Edition der Briefe und Werke Pestalozzis zu einer „Konkordanz“ verknüpft. In einem zweiten Schritt werden Briefe transkribiert und ebenfalls online gestellt. Diese Transkriptionen können auch als Basis einer Qualifikationsarbeit ohne Veranstaltung, einer Bachelor- oder einer Masterarbeit dienen.