Was ist SRL?
Selbstreguliertes Lernen (SRL) beschreibt die Fähigkeit von Lernenden, ihr eigenes Lernen aktiv zu steuern. Sie setzen sich Ziele, wählen passende Strategien, überwachen ihren Lernprozess und reflektieren über ihre Lernergebnisse. Dabei greifen verschiedene Bereiche ineinander: kognitive und metakognitive Strategien, Motivation, Emotionen, Ressourcen sowie ein lernförderliches Mindset.
Diese wechselseitige Abstimmung der verschiedenen Bereiche wird in Abbildung 1 anschaulich sichtbar: SRL lässt sich als eine Art Turbine verstehen, in der die einzelnen Komponenten wie aufeinander abgestimmte Elemente zusammenwirken, sich gegenseitig antreiben und so den Lernprozess in Bewegung halten. Nur wenn diese Elemente ineinandergreifen, kann sich das Lernen dynamisch weiterentwickeln.
SRL zeigt sich daher nicht in einzelnen Methoden, sondern in einem wiederkehrenden Prozess aus Vorbereitung, Durchführung und Reflexion. Lernende entwickeln dabei schrittweise die Fähigkeit, ihr Lernen zunehmend eigenständig, bewusst und situationsangemessen zu gestalten.
Entscheidend ist: Diese Kompetenzen entstehen nicht von selbst. Sie entwickeln sich nur dann nachhaltig, wenn sie im Unterricht gezielt aufgebaut, wiederholt angewendet und kontinuierlich weiterentwickelt werden.