Öffentliche Gastvorträge ¦ Neue Publikationen
Save the Date – Öffentliche Gastvorträge im FS 2026
25. Februar 2026, 16:15 - 18:00 Uhr
Prof. Dr. Eric Richter, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Prof. Dr. Eric Richter ist Inhaber der Professur für Schulpädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Deutschland.
Der Vortrag geht der Frage nach, über welche Qualifikationen und professionellen Kompetenzen Lehrpersonen im Quer- und Seiteneinstieg verfügen und welche Implikationen sich daraus für Unterrichtsqualität, berufliche Integration sowie für Lern- und Leistungsentwicklungen von Schüler:innen ergeben. Im Zentrum stehen empirische Befunde zu biografischen Voraussetzungen, professionellen Kompetenzen, subjektiven Belastungserfahrungen und Handlungsstrategien im schulischen Alltag.
Link zum Anlass
Ort:
Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 59, 8001 Zürich
Hörsaal RAA-G-01
Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns über Ihre Teilnahme!
SAVE THE DATE
Mittwoch, 25. März 2026, 16:15 - 18:00 Uhr
Prof. Dr. David Blazar, University of Maryland College Park
Prof. Dr. David Blazar is an Associate Professor at the University of Maryland College Park in the Education Policy program, as well as the faculty director of the Maryland Equit Project.
Mittwoch, 6. Mai 2026, 16:15 - 18:00 Uhr
Prof. Dr. Gerlinde Lenske, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)
Prof. Dr. Gerlinde Lenske ist Professorin für allgemeine Grundschulpädagogik an der RPTU Kaiserslautern-Landau mit dem Schwerpunkt Professionalisierung und Unterricht.
Weitere Informationen folgen mit unserem nächsten Newsletter.
Neue Publikationen
Alle gleichermassen belastet?
Eine Typisierung von Schulen während der Pandemie. Empirische Befunde einer trinationalen Längsschnittstudie
Selcik, F., Reschke, K., Jude, N., Brauckmann-Sajkiewicz, S., Feldhoff, T., Maag Merki, K., Radisch, F. & Suter, F.
Im Schuljahr 2020/2021 waren Schulen aufgrund der Corona-Pandemie vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Lehren und Lernen musste an sich ständig ändernde, wenig vorhersehbare Bedingungen angepasst werden und dabei die heterogenen Voraussetzungen der Schulen berücksichtigen. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern sich Schulen bezogen auf den Umgang mit der Pandemie aus Sicht der Schulleitungen unterscheiden und über den Verlauf eines Schuljahres hinweg entwickelten. Wir vermuteten, dass sich Schulen hinsichtlich ihrer wahrgenommenen Herausforderungen, Belastung und Zufriedenheit schon zu Beginn der Pandemie unterschieden und in Abhängigkeiten dieser Ausgangsbedingungen in der Folge unterschiedlich auf die wahrgenommenen Herausforderungen reagierten. Zur Analyse der Veränderungen im Verlauf des Schuljahres wurden latente Profilanalysen auf einen trinationalen Längsschnittdatensatz von N = 206 Schulleitenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angewendet. Die Erhebung erfolgte zu drei Messzeitpunkten – zu Beginn des Schuljahres 2020/2021, im Schulhalbjahr sowie am Ende des Schuljahres und ermöglicht so, Veränderungen im Verlauf abzubilden. Die Analysen zeigen, dass sich zu allen Messzeitpunkten jeweils drei Profile unterscheiden lassen. Diese Profile unterscheiden sich systematisch hinsichtlich der wahrgenommenen Herausforderungen sowie darüber hinaus in Bezug auf Kontextbedingungen der Schulen. Interessant erscheint, dass nicht alle Schulen im Verlauf des Schuljahres in ihrem Ursprungsprofil verbleiben, was darauf hinweist, dass sich Einzelschulen hinsichtlich des Umgangs mit Herausforderungen im Kontext der Pandemie unterschiedlich entwickeln.
Bildung und Sozialisation
Die Schule als Pädagogische Handlungseinheit im Lichte aktueller Forschungsbefunde
Maag Merki, K., Rechsteiner, B. & Wullschleger, A.
In diesem Beitrag steht das von Fend geprägte Konzept der „Schule als pädagogische Handlungseinheit“ im Zentrum. Die Plausibilität dieses Konzepts wird auf der Basis der Ergebnisse einer eigenen Studie schrittweise diskutiert. Im Fokus steht dabei die Kooperationspraxis von Lehrpersonen in Primar- und Sekundarschulen der Deutschschweiz. Diese wurde u. a. mittels Time-Sampling-Methoden sowie sozialer Netzwerkanalysen differenziert analysiert. Die Forschungsbefunde bestätigen die Relevanz der Schule als pädagogische Handlungseinheit. Allerdings eröffnen sich auch weiterführende Forschungsfragen. Besonders ertragreich erscheint, die Frage nach der Schule als pädagogische Handlungseinheit um zwei Perspektiven zu erweitern. So kann zum einen sowohl theoretisch als auch empirisch argumentiert werden, dass Teams von einzelnen Lehrpersonen innerhalb der Einzelschule eine weitere zentrale Handlungseinheit für die Schulentwicklung darstellen (neben dem Unterricht (Mikroebene) und der Schule insgesamt (Mesoebene)). Zum anderen weisen Brokers als soziale Brücken innerhalb und zwischen Schulen eine zentrale Akteursposition im schulischen Gefüge auf. Der analytische Blick auf diese Brücken eröffnet das Potenzial, Schulen als pädagogische Handlungseinheiten differenzierter zu verstehen.
Teacher, peer, or AI?
Comparing effects of feedback sources in higher education
Weidlich, J., Gotsch, F., Schudel, K., Marusic-Würscher, C., Mazzarella, J., Bolten, H., Bütler, D., Luger, S., Wohlfender, B. & Maag Merki, K.
With the emergence of Large Language Models (LLMs), AI-generated feedback is gaining traction as a scalable feedback source for higher education. To qualify as viable alternatives for higher education classrooms, its relative effectiveness compared to teacher feedback and peer feedback needs to be better understood. To this end, a randomized field experiment (N = 90) compared the effects of three feedback sources-teacher, peer, and LLM-on students’ feedback perceptions and their achievement. To eliminate potential confounds, we (a) controlled for learning gains that may result from students giving feedback to their peers and (b) blinded feedback sources from feedback recipients. Results showed that students rated teacher feedback as less fair and harder to accept than peer and LLM feedback. Students receiving teacher feedback also indicated less willingness to revise their work based on the feedback. Conversely, teacher feedback produced the strongest improvements in scientific argumentation and formal quality of students’ work. Here, LLM feedback yielded the smallest improvement overall. Lastly, feedback literacy and intrinsic motivation partly moderated feedback effects on perceptions and achievement outcomes. For example, students with more productive attitudes toward feedback achieved higher argumentation quality after receiving teacher feedback than their peers. Findings indicate that the impact of feedback on both student perceptions and performance depends on the interplay between the feedback source and learner dispositions; deliberately aligning these factors could therefore amplify the benefits of feedback interventions. Future research should explore hybrid and adaptive feedback models that integrate human and AI input.